Kunstausstellung · Fotografie Ausstellung

Claudia Larcher & Hubert Lobnig: In Relation to Places and Time


In der Dialogausstellung „In Relation to Places and Time“ treffen mit Claudia Larcher und Hubert Lobnig zwei künstlerische Positionen aufeinander, die sich in ihrem Verständnis zur Veränderlichkeit räumlicher und architektonischer Körper, und folglich auch in der Rezeption ebendieser ergänzen.

Claudia Larcher zeigt in der gemeinsamen Schau mehrere Collagen, die auf den Bildern aus jeweils einer Ausgabe unterschiedlicher Architekturzeitschriften basieren, wobei sie sich in der Dimensionierung am Ausgangsformat der verschiedenen Publikationen orientiert, und auch in der Setzung der Bilder zueinander deren ursprüngliche Seitenpositionen beibehält. Die menschenent-leerten architektonischen Motive erfüllen in ihrer künstlerischen Übersetzung jedoch nicht mehr den Zweck des kulturhistorischen Zeugnisses und damit einhergehend den Auftrag eines Archivs, sondern entwickeln umso stärkere intrinsische Relationen, welche den konstruierenden Blick fordern wie auch hinterfragen: In der räumlichen Schichtung der appropriativ erinnerten Architekturbilder wird die Arbeit der Künstlerin schließlich selbst zum Objekt. Dadurch weist sie – ausgehend von der Architektur – auf den konstruierenden fotografischen Blick gegenüber ebendieser hin, und zeigt damit eine Metaebene auf, wenn sie diese Architekturbildkonstrukte für die weitere konstruktive Verwendung freistellt, während sich der collagierte Bildkörper als solcher durch seine Verdichtung im Realraum artikuliert. Ähnliche Architekturcollagen finden sich in einer anderen Arbeit mit dem Titel „Panorama“, deren Form sich als hängendes Lichtobjekt identifizieren lässt: Analog dem Designgegenstand, auf welchen verwiesen wird, bricht sich in dessen Schirm Licht in der applizierten Collage, wodurch der Innenraum durch die Maske des konstruierten Außenraumes wahrgenommen werden kann, um auf die Präsenz der nach Innen geholten Außenarchitektur hinzuweisen – sowohl in der Maskierung des Schirmes gleich einem umgekehrten Diorama, als auch in der Verschränkung mit dem konkreten Objekt. Derart wird durch die Künstlerin privater Galerieraum in seiner subjektorientierten Rezeption polyvalent als öffentlicher Raum besetzt, wenn die Idee des Innenlichtes nicht nur in seiner ursprüngliche


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