Kunstausstellung

Claudia Hirtl


Claudia Hirtls Kunst verbindet den Osten und den Westen, in der Philosophie wie in der Maltechnik. Ihre spezifische Malweise und das Umsetzen von Ideen gleicht einer Art „Beatmung von Seinszuständen“. Im luziden Dazwischenliegenden findet man Tiefe, aber nicht Anfang oder Ende.

Claudia Hirtl malt mit Ei-Tempera „Hauptsätze“ oder „Nebensätze“ – übermenschengroße ganze oder geteilte Leinwände. Die verwendete Pigmentskala ist eingeschränkt auf Malachitgrün, Venezianisch-Rot und mehrere Blautöne. In den übereinandergelegten Schichten verdichten sich die Pigmente und laufen aus. Die Striche und Schwünge entstehen in Anlehnung an wenige ausgewählte kanjis, den japanischen Schriftzeichen für Geist etwa, Seele oder Herz. Die Bilder stellen die grundlegenden philosophischen Fragen zum Sein an sich.

Claudia Hirtl, 1954 in Wörgl, Tirol, geboren, lebt und arbeitet in Wien. Sie hat an der Akademie der Bildenden Künste studiert und lehrte später dort als Assistenzprofessorin. Dazwischen studierte sie in Osaka und Tokyo die traditionelle Nihonga-Malerei und östliche Philosophie. Seit den 1980er Jahren werden ihre Bilder in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt. Das Land Tirol verlieh ihr 2016 den Preis für Zeitgenössische Kunst.


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