Tanz

Claudia Bosse & Theatercombinat - What about catastrophes?


what about catastrophes? versammelt ein Ensemble von fünf TänzerInnen und PerformerInnen auf unsicherem Grund. Ausgehend von der Gefährdung der Körper, der Macht der Bilder und gesellschaftlichen Vorstellungen der Apokalypse untersucht es das Potenzial, das in Strukturen des Zusammenbruchs liegt.

In einer Choreografie von sich im Sturz befindenden Körpern, zerklüfteten politischen Landschaften, rituellen Bewegungen, Sprachfragmenten und Soundflächen überlagern sich Stimmen und begegnen sich Narrative über Demokratie, Terrorismus, Freiheit, Revolution und Bürgerkriege: Körper in Extremsituationen, die das Theater an die Grenzen seiner Darstellbarkeit treiben.

Das Publikum ist eingeladen, sich durch und in diesem komplexen Ereignisraum zu bewegen und die Perspektive zu wechseln: Position und Blick auf Körper, die in Erschütterung geraten sind und zugleich die Beschleunigungsmaschine aus Kapital, Medien und Katastrophe zu verunsichern suchen.

In deutscher und englische Sprache

what about catastrophes? ist Teil des Gesamtprojekts katastrophen (11/15) ideal paradise von Claudia Bosse und einer Gruppe internationaler Künstler, Tänzer, Performer und Theoretiker und untersucht im Zeitraum der nächsten zwei Jahre die Struktur der Katastrophe als Kippbild der Gesellschaft.

Dabei greift Claudia Bosse auf ihre Sammlung aus Interviews zurück, die seit 2011 in Zusammenarbeit mit Günther Auer aus Gesprächen zu persönlichen Narrativen über Demokratie, Freiheit, Terrorismus, Staat, Geschichte, Identität in Städten wie New York, Kairo, Tunis, Frankfurt, Zagreb, Tel Aviv, Brüssel, Beirut entstanden sind.)

Credits: Die verwendeten Interviews sind entstanden mit der Unterstützung von Watermill Centre New York, Museum for Contemporary Art Zagreb (MSU), Goethe Institut in Alexandria, Tunis und Tel Aviv, Austrian Cultural Forum in Kairo, School of Visual Theatre, Jerusalem, Frankfurter Kunstverein, Ashkal Alwan Beirut und anderen

Der nächste Teil mit dem Titel catastrophic paradise wird im September 2014 in Düsseldorf in Koproduktion mit dem FFT im Rahmen der Reihe De- colonize uraufgeführt, unterstützt von der Kunststiftung NRW.

Mehr zum Projekt unter www.theatercombinat.com

VON UND MIT: Nathalie Rozanes, Alexandra Sommerfeld, Florian Tröbinger, Kostas Tsioukas, Elizabeth Ward
KONZEPT, CHOREOGRAFIE, INSTALLATION: Claudia Bosse
SOUND: Günther Auer
DRAMATURGIE: Fanti Baum
UMSETZUNG BAUTEN, TECHNISCHE LEITUNG: Marco Tölzer
BEKLEIDUNG: Lila John
LICHT: Victor Duran
PRODUKTIONSLEITUNG: Margot Wehinger
TEXT, KOMMUNIKATION: Anna Etteldorf
HOSPITANZ: Andreea Zelinka

Uraufführung


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