Pop / Rock

Clara Luzia



Mit betörender Stimme und vorwiegend akustischem Kammerfolkpop erspielte sich Maria Humpel aka Clara Luzia als Singer/Songwriterin einen exzellenten Ruf.

Wenn dein Stimmungsring täglich „Kulturpessimismus“ anzeigt, dann scheint ein Rückzug ins Privatleben eine sinnvolle Option. Clara Luzias neues Album „When I Take Your Hand“ könnte als so ein Rückzug interpretiert werden - zumal sie nicht nur ein Liebeslied an ihre Frau (und Schlagzeugerin) Catharina formuliert („The Story Of You & Me“) und ihrer Urgroßmutter gedenkt („I Remember You“), sondern auch ihren inneren Dämonen die Rute ins Fenster stellt („Survival“) und damit die Türen weiter öffnet als bisher. Aber das Album will weder Nabelschau noch Aufruf zum Rückzug sein, sondern nur eine beinahe willkürliche Liedersammlung als Chronik seiner Zeit. Wo genau diese Liedersammlung zu verorten ist, lässt sich dann ohnehin erst aus der Perspektive des Rückblicks entscheiden. Bis dahin ist Händchenhalten nicht die schlechteste Option und durchaus auch eine politische Handlungsanweisung.