Pop / Rock

City and Colour


Eine Stadt, eine Farbe: Dallas Green, früher bei den kanadischen Post-HC-Heroen Alexisonfire für Gitarre und melodische Gesangsparts zuständig, widmet sich seit zwei Jahren hauptamtlich seinem Solo-Projekt und hat dessen Namen ganz einfach von seinem eigenen abgeleitet: City & Colour.

Wer sich allerdings bei City & Colour die von Alexisonfire gewohnt heftigen Gitarrengewitter und Screamo-Attacken erwartet, liegt ziemlich falsch. Denn vom Emocore ist tatsächlich nur mehr die Vorsilbe Emo übrig geblieben. Greens Songwriting-Ansätze gründen in all ihrer geradezu unheimlichen Intensität tief in der Melancholie, handeln zumeist von Liebe und Heimat und lassen sich irgendwo in der Schnittmenge zwischen Country, Folk, Indie- und Acoustic-Pop verorten. Ein Meister des introspektiven Songwritings ist aus dem einstig so zornigen jungen Mann geworden.

Der immense Zuspruch alter wie neuer Fans, der Green mit City & Colour beschieden ist, macht ihn inzwischen sogar zu einem der erfolgreichsten Musikexporte Kanadas. Drei Juno Awards, zwei davon als Songwriter des Jahres 2009 und 2012, und zwei mit Platin veredelte Alben finden sich mittlerweile am Habenkonto des 33-Jährigen.

Auch das aktuelle, vierte Album "The Hurry And The Harm" landete wie schon sein Vorgänger auf Platz 1 in Kanada. Es ist dies das erste Album, mit dem der Zweifler Green endlich auch selbst zufrieden ist, wie er zugibt: "Ich habe kein sonderlich großes Selbstvertrauen, das gilt auch für Dinge, die ich schaffe. Aber ich war noch nie zuvor so glücklich und stolz auf etwas, was ich geschaffen habe."

Karten für Konzerte von City and Colour sind meistens Mangelware, insbesondere zuhause in Kanada, wo seine letzte Tour nach nur wenigen Minuten ausverkauft war. Aber auch in den USA und in Europa, darunter zweimal in Wien, spielte City & Colour vor ausverkauften Häusern. Kein Wunder, ist doch der unnachahmliche Tiefgang der Live-Shows von Green und seiner vierköpfigen Band inzwischen legendär - und nun endlich auch in Linz zu erleben.

http://www.cityandcolour.com/

"Ich möchte auf Reset drücken", singt Hannah Georgas in "Robotic", der ersten Single ihres selbstbetitelten neuen Albums.

Genau das hat sie getan. Vor einigen Jahren, als Georgas mit ihrer Gitarre durch die Musikszene Vancouvers streifte, wurde sie gerühmt für ihre akustische Klarheit. Dann folgten die verschlungeneren Produktionen ihrer kraftvollen Aufnahmen, die, in Kombination mit ihrer köstlich süßen Stimme, ihr eindeutige Vergleiche mit Kanadas größtem Musikexport Feist bescherte. Nun findet sie mit "Hannah Georgas" spannende neue Wege, um ihre essenzielle Singer-/Songwriter-Sensibilität mit ausgefuchsten Studio-Soundscapes zu vermählen, während sie gleichzeitig den Aspekt der Spielfreude deutlich erhöht.

Es ist ein Album voll reichem, emotional aufgeladenem Synthie-Pop, der keine Angst besitzt, auf dem feinen Grat zwischen Vintage-New Wave und zeitgenössischer Transzendenz voller gefühlvoller Kopfreisen zu wandeln.

Ihre einzige Begleitung auf diesem Weg der Neubestimmung war Produzent Graham Walsh, Mitglied der gefeierten Kanadier Holy Fuck, der ihre Sehnsucht nach einem Sound teilte, der aus Vintage-Keyboards entsteht. "Wir wollten ein Album machen, bei dem all diese Sounds ein neues Leben bekommen und in einem Live-Setting funktionieren. Ich kam zu Graham mit meiner Gitarre, und er brachte seinen OP-1, seinen Moog und viele andere Synthies und Pedale mit. Wir jammten, saßen fast drei Wochen lang gemeinsam in einem Raum für die Vorproduktionen - ich wollte, dass das Album mehr Raum erhält, damit die Dinge atmen können. Ich habe mich stark auf die Melodien fokussiert und dafür gesorgt, dass ihnen nicht zu viel im Weg steht. Währenddessen verhielt sich Graham wie ein Wissenschaftler, der unglaubliche Klänge kreiert." So entstand ein Album, das zu gleichen Teilen simpel und feudal klingt.

http://www.hannahgeorgas.com/


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