Oper · Klassik

Cinq-Mars


Oper von Charles Gounod in konzertanter Aufführung.

Charles Gounod schuf 1852 eines der mittlerweile berühmtesten Werke der Musikgeschichte: Méditation sur le 1er prélude de Bach – besser bekannt als das Gounodsche Ave Maria. Hautsächlich komponierte der tief religiöse Gounod Messen, Oratorien, Kantaten und Opern. Seinen ersten Bühnenerfolg konnte er mit seiner vierten Oper, Faust, im Jahr 1859 feiern – bis heute ist sie seine bekannteste Komposition dieses Genres.

In seinen ersten zwei Opern Sapho (1851) und Le médecin malgré lui (1858; Der Arzt wider Willen) zeigte Gounod sein Talent, mit und durch Imitation und Kombination älterer Stile, Neues zu erschaffen. Diese Technik wendete er auch 1877 in dem Drame lyrique Cinq-Mars an. Die Oper handelt in erster Linie von der Liebesbeziehung zwischen Prinzessin Marie de Gonzague und Marquis de Cinq-Mars; ihretwegen, vielmehr weil sie den König von Polen heiraten soll, schließt sich Cinq-Mars den Verschwörern gegen Kardinal Richelieu an. Das Komplott wird aufgedeckt und Cinq-Mars eingekerkert und zum Tode verurteilt. Sein Vertrauter de Thou entwirft noch einen Rettungsplan für den folgenden Tag, jedoch wird seine Hinrichtung vorverlegt, sodass für Cinq-Mars keine Rettung besteht.

Drame lyrique in vier Akten (1877)

Musik von Charles Gounod
Libretto von Paul Poirson & Louis Gallet nach Alfred de Vignys gleichnamigem historischen Roman (1826)
Besetzung
Musikalische Leitung Ulf Schirmer
La princesse Marie de Gonzague Véronique Gens
Le marquis de Cinq-Mars Charles Castronovo
Le conseiller de Thou Tassis Christoyannis
Le Père Joseph Andrew Foster-Williams
Le vicomte de Fontrailles André Heyboer
Le Roi (Ludwig XIII) / Le Chancelier Jacques-Greg Belobo
Ninon de l´Enclos / Le Berger Marie Lenormand
Marion Delorme Melody Louledjian
Orchester Münchner Rundfunkorchester
Chor Chor des Bayerischen Rundfunks


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