Literatur · Klassik

Christopher Hinterhuber, Klavier & Peter Simonischek, Lesung


Platons „Symposion“ ist eine Unterhaltung beim Essen – und sicher der schönste der legendären Dialoge des großen griechischen Philosophen, handelt er doch vom Wesen der Liebe. Peter Simonischek, der Grandseigneur unter den Burgschauspielern, stellt Platons erlesene Gedankenwelt dem glatten Gegenteil gegenüber. Petronius Arbiter beschreibt in seinem „Satyricon“ das „Gastmahl des Trimalchio“, eine prachtvolle Persiflage auf einen unkultivierten Neureichen, der sich zum Gespött der Gesellschaft macht. Und so entfaltet sich ein Sittenbild der Antike, von sublimer Erotik bis zur derben Posse – musikalisch kommentiert von französischen Komponisten um 1900, die in Griechen und Römern einen Spiegel ihrer Zeit sahen: Debussy, Satie und Alkan, interpretiert vom Meisterpianisten Christopher Hinterhuber. Dazu Oliven und Austern.

Der in Klagenfurt geborene Pianist Christopher Hinterhuber reüssiert international mit außergewöhnlicher Meisterschaft und ebensolchen Konzertprojekten sowie einer enormen Bandbreite des Repertoires. Der Klavierprofessor an der Musikuniversität in Wien spielte etwa auch den Ton (samt Bild der Hände) für den Haneke-Film „Die Klavierspielerin“ ein.

Der Schauspielgigant Peter Simonischek, an der Kunstuniversität in seiner Geburtsstadt Graz ausgebildet und heute in Film, am Burgtheater und zahlreichen anderen Bühnen höchst präsent, ist dem hiesigen Publikum auch aus Lesungen bei PSALM und styriarte wohlbekannt.

Programm:

Eric Satie: Trois Gymnopédies
Claude Debussy: Épigraphes antiques
Charles-Valentin Alkan: Le Festin d’Esop

Lesung aus Platons „Symposion“ (um 400 v. Chr.) und Petronius‘ „Satyricon“ (Gastmahl des Trimalchio, 1. Jh. n. Chr.)

Info-Website: styriarte.com


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