Literatur · Theater

Christoph Rella/ Martina Fuchs - Wir schießen schon auf die unmöglichsten Sachen


Der Briefwechsel des Payerbacher Artillerieoffiziers Tonio Rella mit seiner Gattin Camilla 1914–1917

Als Tonio Rella, Hotelier aus Küb am Semmering, im August 1914 auszog, um seinem Vaterland als k.u.k. Offizier zu dienen, konnte sich noch niemand das Leid und das Elend vorstellen, die der Erste Weltkrieg über die Welt bringen würde. Während Rella als taktischer Kommandant einer 30,5-cm-Mörserbatterie von einem Kriegsschauplatz zum anderen zog, leitete seine Gattin Camilla, so gut es die Umstände zuließen, das mit 120 Betten ausgestattete familieneigene Hotel in Küb bei Payerbach. Der jahrelangen Trennung des Ehepaars entsprang ein umfangreicher, hunderte handgeschriebene Seiten füllender Briefwechsel, der nicht nur bemerkenswerte Aufschlüsse über den Kriegsalltag und Österreichs „Wunderwaffe“, den 30,5-cm-Mörser, gibt, sondern auch die zunehmende Not der Bevölkerung im Hinterland im Raum Payerbach-Reichenau – aus der Warte des Tourismustreibenden – schildert. Darüber hinaus bieten die Briefzeilen ergreifende Einblicke in das Seelenleben zweier Liebender und Eltern, denen durch den Krieg das frühe gemeinsame Familienglück geraubt wurde.

Die Herausgeber, Dr. Christoph Rella (Küb), Urenkel des Ehepaares Rella, und Dr. Martina Fuchs (Universität Wien), freuen sich, diesen Briefwechsel nun nach vier Jahren harter Arbeit in Buchform dem interessierten lokalen Publikum persönlich vorstellen zu dürfen.


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