Kunstausstellung · Fotografie Ausstellung

Christoph M. Bieber, Engelbert Reis und Irene Schwarz - Ansichten


Engelbert Reis

Fotografie – digital und analog
Edeldrucke – Cyanotypien und Kallitypien

Nach dem Studium der Rechtswissenschaften beginnt Engelbert Reis zu fotografieren. Viele Jahre lang entstehen Dias und Fotos im Mittelformat, vorwiegend mit historischen Fotoapparaten.

Der Fotokünstler reduziert seine Motive oft zu harmonischen Abstraktionen, Farbe, Form und Motivfülle werden begrenzt verwendet. So entstehen vorwiegend Schwarz-Weiß Bilder – der Minimalismus steht im Vordergrund, nur das Wesentliche wird festgehalten und erzeugt dadurch ernorme Spannkraft. Kleinigkeiten des täglichen Lebens werden zu etwas ganz Besonderem. Neben der Dokumentation von Spuren des Vergangenen und den Geschichten, die sie erzählen, ist das Heute von größter Wichtigkeit. Die Integration des Menschen erweitert den Rahmen dieser Themen.

Engelbert Reis spezialisiert sich auf alte Druckverfahren: Edeldrucke, die ältesten Techniken zur Reproduktion von Fotos überhaupt. In der Ausstellung werden Cyanotypien präsentiert. Im Fotolabor wird jedes Bild in einem handwerklichen Prozess zu einem Unikat ausgearbeitet.

Studien an der Leica-Akademie Hermann Netz und Hasselblad Akademie Sasha Waltz

Diashows sowie Einzel- und Gruppenausstellungen in Österreich, Frankreich und Tschechien.

Christoph M. Bieber

Schon in frühen Jahren war Christoph M. Bieber (*04.05.1985) von der Natur in all ihren Facetten fasziniert und konnte dieser Faszination in seinem Geburtsort Lilienfeld, der im waldreichsten Bezirk des Landes liegt, freien Lauf lassen.

Nach der Matura am Gymnasium Lilienfeld entdeckte er vermehrtes Interesse und seine Begabung für die Fotografie, weshalb er sich entschloss, die Aufnahmeprüfung an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung in Linz zu absolvieren. Im Herbst desselben Jahres begann er das Studium “Grafikdesign und Fotografie”, welches er 2010 mit der Diplomarbeit “Twins”, einer fotografischen Zwillingsstudie, abschloss.

Noch während der Arbeit an seinem Diplom zog er 2009 nach Wien, wo er seitdem als selbständiger Fotokünstler und Fotograf arbeitet. Obwohl mit der digitalen Fotografie aufgewachsen, liegt seine wahre Leidenschaft in der analogen Arbeitsweise, insbesondere in der Mittel- und Großformatfotografie, welche er sich autodidaktisch erarbeitet hat.

In seiner ersten Ausstellung “Dusk & Dawn” im September 2012 in der EDITION PHOTO, 1010 Wien, legte er seinen Schwerpunkt auf die Landschaftsfotografie und zeigte dabei einen Zyklus über den Interpretationsfreiraum im diffusen, nebelhaften Bild.

Sein künstlerisches Interesse liegt nach wie vor primär in Naturmotiven, ebenso in Portraits und Stillleben - doch auch seine Affinität zur Modefotografie lässt sich in seiner Zusammenarbeit mit zahlreichen Modedesignern sowie seinen Veröffentlichungen in Magazinen nicht verbergen. In seinen Naturstudien zeigen seine Bilder keinen kalten, rein analytisch-wissenschaftlichen Blick, sondern beschäftigen sich mit der Ästhetik der Formen, Farben und des Lichtes, gepaart mit einem schier unstillbaren Wissensdurst und Forscherdrang, den er sich über die Jahrzehnte beibehalten konnte. Auch entstammen seine Techniken und sein Gefühl für Farbe und Lichtstimmung weniger aus dem technischen Raum der Fotografie, sondern sind vielmehr von malerischen Eindrücken geprägt.

Bei seiner Motivwahl hat sich Christoph M. Bieber bisher vorwiegend auf den Raum um und in Niederösterreich fokussiert, da er der Meinung ist, dass dieser äußerst vielseitige und unentdeckte Perspektiven enthält, die es für ihn noch zu ergründen gilt.


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