Literatur

Christine Oesterreicher - Wie ich mein altes Leben losließ und zu mir fand


Nur zufrieden sein, ist nicht genug. Warum bin ich, wie ich bin? Diese zentrale Frage stand am Beginn einer Reise, die Christine Oesterreicher unternahm. Einer Frage, die sie zum Kern ihres Wesens führte. Eine Frage, die viele verdrängen. Eine Frage, die das Leben von uns allen verändern kann …

In der Mitte des Lebens werden viele Menschen von der Frage eingeholt, welchen Sinn ihr Leben hat. Ob sie es ausgeschöpft haben, alles erlebt haben, was es zu bieten hatte. War es genug? Haben wir etwas versäumt? „Noch vor gar nicht langer Zeit hätte ich nicht für möglich gehalten, dass sich mein Leben so verändern kann!“, sagt Christine Österreicher, leidenschafltiche Nordic Walkerin und Autorin des Buchs „Endlich ich. Wie ich mein altes Leben losließ und zu mir fand“. Viele Menschen haben das Gefühl, dass ihr Leben zwar in Ordnung, aber nicht erfüllend ist. Doch sie fürchten sich, darüber zu reden. Der Blick von außen sagt: Es ist doch alles in Ordnung. Sie hat ein schönes Heim, eine liebe Familie, einen fürsorglichen Ehemann und materielle Sicherheit. Sie soll doch zufrieden sein! Doch so einfach ist das nicht, wenn irgendetwas im Inneren für Unruhe sorgt. „Ich war immer für andere da. Habe einfach nur funktioniert“, erzählt die Autorin. „Es war mir wichtig, dass alles wie am Schnürchen läuft. Das Leben war in Ordnung. Aber irgendwie habe ich zwischen all den Terminen, unter all der Verantwortung für andere, auf die Verantwortung mir gegenüber vergessen. Meine innersten Wünsche, meine Sehnsüchte, spielten für mich keine Rolle. Ich habe sie verdrängt.“ Das Gefühl, mehr für andere zu leben als für sich selbst, kennen viele Menschen.

Ich will mehr vom Leben!

„Es war ein schleichender Prozess, aber irgendwann war mir klar: Ich will mehr vom Leben!“, stellt Christine Oesterreicher fest. „Nur was und wie, und ob das in meinem Alter, knapp mit (?)fünfzig, überhaupt noch möglich ist, war mir zu dem Zeitpunkt noch nicht klar.“ Allein dieses „Mehr“ zu identifizieren, ist nicht einfach. Was für die eine zu wenig ist, ist für andere ein erstrebenswertes, geradezu perfektes Leben. Die Autorin begab sich auf eine ehrliche, teils schmerzhafte Spurensuche zu sich selbst. Sie erkannte, was dazu geführt hatte, dass sie zu dem Menschen wurde, der sie war. Und: Sie beschloss, etwas zu ändern.

Unglaubliche Erfolge – es ist nie zu spät, sein Leben zu verändern

Was sie sich nie hätte vorstellen konnte, trat ein: Christine Oesterreicher wandelte ihr Leben von Grund auf um. Es kam ein Prozess in Gang, der alles veränderte: Sie orientierte sich beruflich neu, schaffte eine dauerhafte Gewichtsreduktion, begann mit Sport und es gelang ihr sogar, mit knapp fünfzig Jahren ihr Körperbild auf eindrucksvolle Weise zu straffen. Neue Freunde, eine neue Karriere und eine völlig neue Freizeitgestaltung eröffneten ihr Perspektiven, von denen sie nie zuvor geträumt hatte. Sport wurde ein neuer bestimmender Bereich ihres Lebens. Auf Anhieb gewann sie den Fünf-Kilometer-Bewerb des Frauenlaufs 2014 in Österreich und wiederholte diesen Erfolg ein Jahr später. Bei weiteren nationalen und internationalen Sportbewerben gelangen ihr Platzierungen in den höchsten Rängen. Doch das Wichtigste ist, dass Christine Oesterreicher erkannte: „Wenn der Zeitpunkt reif ist, sind Veränderungen möglich. Heute kann ich sagen: Ich bin endlich ich!“

Christine Oesterreicher führt ein „normales“ Leben als Mutter, Hausfrau und Angestellte in der Firma ihres Mannes. Es war ein gutes Leben, aber irgendetwas fehlte. Eines Tages beschloss sie, etwas zu ändern … Sie erforschte, wie ihr Leben verlaufen war und warum, und legte ihre innersten Bedürfnisse frei. Schritt für Schritt machte sie sich auf den Weg: Sie holte die Berufsmatura nach, widmete sich ihrem Gewicht und ihrem Aussehen, nahm 30 kg ab, stellte ihre Ernährung um, betrieb intensiv Sport und nahm neue berufliche Projekte in Angriff.


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