Tanz · Theater

Christine Gaigg - Go for it let go


Die Ausrichtung der letzten Arbeiten von Christine Gaigg – Meet (2018) und Affair (2019) – ermöglichte innerhalb des performativen Rahmens so etwas wie Intimität zwischen Fremden, zwischen Performer*innen und Publikum, was momentan nicht denkbar wäre. Inhaltlich setzt Gaigg die Serie von Performances zu Sexualität und ihren gesellschaftlichen Bedingungen jedoch fort. Go for it let go thematisiert ein Phänomen, das in einer jahrhundertelangen abenteuerlichen Geschichte zwischen Selbstverständlichkeit, Verdrängung, Tabuisierung und Wiederentdeckung hin und her verhandelt worden ist: die weibliche Ejakulation. Als Emblem selbstbewusster weiblicher Sexualität öffnet sie zwischen den Polen Empowerment und Zulassen von Kontrollverlust ein Spannungsfeld, in dem sich verschiedenste gesellschaftliche Diskurse ein Stelldichein gaben und geben. Weibliche Ejakulation als eine Performance der Provokation: Es soll passieren, was passiert.


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