Jazz

Charles Lloyd & Jason Moran


Als Saxophonist und Flötist Charles Lloyd mit dem 1966 veröffentlichten Album «Forest Flower» seinen musikalischen Durchbruch erlebte, war Jason Moran noch nicht einmal geboren. In seiner Jugend hätte der Pianist nicht daran zu denken gewagt, einmal mit dieser Jazzgröße, die einen wesentlichen Teil zum Soundtrack seiner Kindheit beitrug, gemeinsam auf der Bühne zu konzertieren.

Umso erfreulicher, dass sich die beiden Musiker vor einigen Jahren gefunden haben. Heute schwärmt Jason Moran von der Zusammenarbeit mit dem mittlerweile über 75-jährigen Lloyd: «Charles nähert sich an die Musik mit solch einer Offenheit. Er ist ein großartiger Förderer von freidenkender Musik.» Mit ihrem Programm «Hagar‘s Song» präsentiert das Duo einfühlsame Musikstücke, die Charles Lloyd besonders am Herzen liegen. Kompositionen von Musikern wie Billy Strayhorn, Duke Ellington, George Gershwin oder Bob Dylan werden leidenschaftlich interpretiert. Das Kernstück des Programms ist die titelgebende Suite «Hagar‘s Song», die Charles Lloyd seiner Ururgroßmutter widmete. Diese wurde als 10-Jährige ihrem Zuhause in Mississippi entrissen und an einen Sklavenhalter in Tennessee verkauft: «Als ich die Geschichte ihres Lebens erfahren habe, hat mich das sehr tief bewegt. Die Suite soll die Phasen ihres Lebens widerspiegeln: Den Verlust ihrer Familie, die Einsamkeit und das Unbekannte, Träume, Sorgen und Lieder für ihre Kinder.» Ein tief berührender und intensiver Konzertabend steht uns also bevor, wenn mit Charles Lloyd und Jason Moran zwei Generationen exzellenter Jazzkünstler auf der Bühne musizieren.

Charles Lloyd, Saxophon, Flöte
Jason Moran, Klavier


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