Kunstausstellung

Charlemagne Palestine


Der Amerikaner Charlemagne Palestine ist Komponist, Musiker, Performer und bildender Künstler. Bereits in den 1970er Jahren komponierte er repetitive Musik, die sich an den Erwartungen des westlichen Publikums rieb.

Seine frühen Werke waren vornehmlich Kompositionen für Glockenspiele und elektronische Musikinstrumente, am bekanntesten sind jedoch seine Klavierstücke, in denen kurze Sequenzen endlos wiederholt und Variationen nur langsam Einzug halten. Obwohl er zu Musikern wie La Monte Young, Terry Riley, Philip Glass und Steve Reich gezählt wurde, verweigerte sich Palestine dem Label Minimalismus und schuf stattdessen für seine Kompositionen den Begriff „Maximalismus“.
Ebenfalls in den 1970ern hat Palestine eine Reihe psychodramatischer Videoarbeiten produziert, in denen er den Körper durch die Symbiose von Klang und Bewegung aktiviert und der Innerlichkeit Ausdruck verleiht. Seine Übungen trieb er oft bis zur physischen und psychischen Erschöpfung. In seinen Performances und Musikvideos tauchen auch immer wieder emblematische Gegenstände wie Teddybären, Cognacflaschen oder Schals auf, die wie Signaturen funktionieren und zu „Identifikationssymbolen“ werden. In den letzten Jahren arbeitete Palestine vor allem mit Musikern wie Pan Sonic, David Coulter, Tony Conrad und Michael Gira zusammen. Er hat mehr als zwanzig Soloalben veröffentlicht und auf Festivals in der ganzen Welt gespielt.


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