Ausstellung: Wissen

Ceija Stojka: Leben & Werk


Von 4. Mai bis 7. Juli wird im Literaturhaus die Ausstellung "Während des Gehens verloren wir unser Gesicht" mit Bildern der Künstlerin Ceija Stojka gezeigt.

Zur Eröffnung der Ausstellung mit Bildern von Ceija Stojka – im Rahmen des Festivals „Europa der Muttersprachen: Roma und Sinti“ – spricht Nuna Stojka (Schwiegertochter von Ceija Stojka), die Musik kommt live von der Band „Amenza Ketane“ mit Ceija Stojkas Sohn Hojda Willibald Stojka (Gitarre), Michi Stojka (Gitarre) und Christian Vidic (Gesang). Außerdem wird der Film „Unter den Brettern hellgrünes Gras“ (2005, Regie: Karin Berger) über Ceija Stojka gezeigt.

Ceija Stojka wurde am 23. Mai 1933 in der Steiermark als eines von sechs Kindern einer Lovara-Roma-Familie geboren und kurz vor ihrem zehnten Geburtstag von den Nazis nach Auschwitz, dann nach Ravensbrück und schließlich nach Bergen-Belsen deportiert. Ihr Werk ist eines der wenigen, das den Genozid an den Roma und Sinti aus der Per-spektive einer überlebenden Romni behandelt – einen Genozid, der auch in Österreich lange nicht wahrgenommen wurde und noch immer nicht hinlänglich im öffentlichen Bewusstsein verankert ist. Die Künstlerin starb am 28. Jänner 2013 in Wien, doch die Erinnerung an sie lebt genauso weiter wie ihr Schaffen.

Ceija Stojkas Werke erregten international große Aufmerksamkeit und wurden in vielen europäischen Ländern sowie in der Türkei, in Japan und den USA ausgestellt, ihre Bücher in mehrere Sprachen übersetzt. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Preise sowie den Titel „Professorin“ verliehen. Veröffentlichungen: „Wir leben im Verborgenen. Erinnerungen einer Rom-Zigeunerin“ (1988), „Meine Wahl zu schreiben – ich kann es nicht“ (Gedichte, 2003), „Träume ich, dass ich lebe? Befreit aus Bergen-Belsen“ (2005) u.a.


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