World Music · Alte Musik · Klassik

Catch-Pop String-Strong


Jelena Popržan, Bratsche, Maultrommel, Gesang • Rina Kaçinari, Cello und Gesang
Balkan-Folk, ausgefallene Klassik-Arrangements und Impros

Oper auf Schloss Greinburg zum 250. Todestag von Jean-Philippe Rameau
Zum Jubiläum rücken die donauFESTWOCHEN den für die Entwicklung der Orchestersprache so bedeutenden und zukunftsweisenden französischen Komponisten und Musiktheoretiker Jean-Philippe Rameau in den Mittelpunkt. Als dieser 1733 mit fünfzig Jahren seine erste Oper Hippolyte et Aricie auf die Pariser Bühne brachte, erwartete niemand, dass der bis dahin wenig bekannte Tonschöpfer in den folgenden Jahren über zwanzig musikdramatische Werke herausbringen und enthusiastisch gefeiert werden würde – ein Revolutionär im Umgang mit Harmonie, Orchesterfarben, Instrumentierung und musikalischer Schilderung. Rameaus Todestag jährt sich am 12. September 2014 zum 250. Mal.

Mit Pigmalion (1748) und Anacréon (1754) stellt das international profilierte L’Orfeo Barockorchester unter Michi Gaigg zwei seiner faszinierenden Einakter, letzteren als österreichische Erstaufführung, vor. Darin widerfährt den beiden Titelhelden die verzückende, entrückende, göttliche wie irdische Kraft der Liebe in ganz unterschiedlicher Form. Die affekt-geladene, mit bemerkenswerten Details ausgestattete Musik verbindet sich mit Tanz (C.O.V. / CIE. Off Verticality) und Gesang zu dem für Rameau so typischen eindrücklichen Kunstkosmos. Schloss Greinburg bietet dafür den kongenialen höfischen Rahmen (Premiere: 2.8.).

Das erfolgreiche Leading-Team vergangener Jahre – Manuela Kloibmüller (Regie), Isabella Reder (Bühne) und Dirigentin Michi Gaigg – arbeitet erstmals für diese Musiktheaterproduktion mit der namhaften Choreographin und Direktorin des Institute for Dance Arts der Anton Bruckner Privatuniversität Linz Rose Breuss zusammen. Mit der belgischen Sopranistin Soetkin Elbers, der Mezzosopranistin Annastina Malm aus Schweden und dem amerikanischen Haute-contre David Munderloh feiern drei aufstrebende Stimmen der jungen Generation ihr Festwochendebüt. Markus Volpert, der Bariton begeisterte das Publikum mehrmals in Opern-produktionen auf Schloss Greinburg, verkörpert die Titelrolle in Anacréon. Als Rameau-Interpret feierte das L’Orfeo Barockorchester bereits mit zwei CD-Veröffentlichungen international Erfolge.

Konzertreihe Alte Musik mit Kontrapunkten. Italien und Frankreich, die beiden so stilprägenden Nationen in den Künsten des 17. und 18. Jahrhunderts, treffen in der Konzertreihe aufeinander: Unter dem Titel „Récréation“ inszeniert MUSICA ALTA RIPA die musikalische Konkurrenz zum Festwochenauftakt auf Schloss Greinburg. Das Kammermusik¬ensemble aus Hannover erhielt 2013 seien dritten ECHO-Klassik. Mit viel Augen¬zwickern nimmt Oboistin und Blockflötistin Carin van Heerden mit musikalischen Partnern gleichfalls Gemeinsames und Trennendes der beiden Traditionen in der Pfarrkirche Bad Kreuzen unter die Lupe. Stargeiger Enrico Onofri lässt hingegen Italien mit Antonio Vivaldi und Arcangelo Corelli in der Stiftskirche Waldhausen triumphieren. Und auch das Ensemble L’Arcadia setzt in der Stiftskirche Baumgartenberg auf das „Faszinosum Corelli“. In einer einzigartigen Kombination von Stimme, vier Renaissance-Flöten und Laute lebt mit The Modena Consort um Sopranistin Ulrike Hofbauer das farbenfrohe Repertoire, welches in Drucken des Venezianers Ottaviano Petrucci der Nachwelt überliefert ist, in der Stiftskirche Ardagger wieder auf.

Barocke Poesie und Musik verbinden sich in der Filialkirche Altenburg: Die Lautenisten Hubert Hoffmann und Sven Schwannberger stellen gemeinsam mit den Schauspielkollegen Eva Herzig und Johannes Silberschneider Texte von Angelus Silesius und Catharina Regina von Greiffenberg zum Thema der „Göttlichen Liebe“ in den Kontext zeitgenössischer französischer und österreichischer Lautenkunst.

Weiters ist das Publikum in der Konzertreihe eigeladen, Schubert neu zu hören: Seine großen Liederzyklen Winterreise und Die schöne Müllerin stehen in Fassungen für Stimme und Drehleiher (Nataša Mirković - De Ro, Matthias Loibner) bzw. für zwei Gitarren (Matthias Helm, Duo Hasard) am Programm.

Die Kontrapunkte zur Alten Musik setzen im Jubiläumsjahr das Duo Catch-Pop String-Strong mit Balkan-Folk und ausgefallen arrangierter Klassik, die musikalisch weltenverbindende Matinee „Bach bis Beirut“ von Paul Gulda und Marwan Abado sowie zeitgenössischer Tanz mit der von Rose Breuss geleiteten Company C.O.V. / CIE. Off Verticality. Das aktuelle LandART-Projekt „Watch out!“ von Willibald Katteneder kontrastiert die landschaftliche Beschaulichkeit im Naturpark Mühlviertel. Eröffnet werden die donauFESTWOCHEN im Strudengau am 25. Juli 2014 von einer Stimme der österreichischen Gegenwartsliteratur: Sabine Gruber hält die Festrede.

Erstmals Meisterkurse. In Fortführung des Projekts „Junge Oper Grein (Intern. Orchester-akademie Grein) finden heuer in Kooperation mit der Landesmusikschule Grein erstmals Meisterkurse im Rahmen der donauFESTWOCHEN statt: Mit dem italienischen Barockgeiger Enrico Onofri und der Sopranistin Ulrike Hofbauer sind zwei international renommierte Interpreten ihres Faches als Dozenten zu Gast. Damit setzt Intendantin Michi Gaigg erneut eine Initiative in dem für sie wichtigen Bereich der Nachwuchsförderung.

Jugend und Musik. Opernworkshop für Kinder und Jugendliche, freier Eintritt Die donauFESTWOCHEN im Strudengau und die Landesmusikschule Grein laden Kinder zwischen 8 und 15 Jahren zum Opernworkshop (14.–18. Juli 2014) ein. Mit eigenen Texten, Liedern und Tänzen gelangen Rameaus Einakter Pigmalion und Anacréon in einer Fassung für Kinder zur Aufführung. Jungmusikerinnen und Jungmusiker können die Welt der Alten Musik am Instrument kennenlernen. Freier Eintritt für junge Menschen bis 15 Jahre zu Oper und Konzerten erlaubt es, der Neugierde freien Lauf zu lassen und animiert Familien zum gemeinsamen Musikerleben.

donauFESTWOCHEN zum Wiederhören auf CD. Als ein gesuchter Ort für Entdeckungen der Bühnenkunst abseits des gängigen Repertoires haben sich die donauFESTWOCHEN im Strudengau im sommerlichen Festivalkalender Österreichs eingeschrieben. Drei Opernproduktionen – Telemanns Orpheus, Mozarts selten aufgeführte Azione sacra Betulia liberata und La Guerra de los Gigantes von Sebastian Durón – wurden im Rahmen des Festivals auf CD eingespielt. Ebenso ist das viel beachtete Schubert Album des L’Orfeo Barock¬orchesters unter Michi Gaigg auf großes internationales Presse-Echo gestoßen.

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