Neue Klassik

Castello & Noetinger - Neue Musik St. Ruprecht


Der heilige Vitalis ist ein Treuer Begleiter gewesen während sehr wichtiger Jahre meines Lebens, als ich die Reihe Neue Musik in St.Ruprecht gegründet und über 13 Jahre betreut habe, er war immer dabei, teilweise wurde er auch in die Musik oder Inszenierungen hinein bezogen. Ein guter Alter Freund.

Santa Muerte („heiliger Tod“), auch La Santísima Muerte („der allerheiligste Tod“); Doña Sebastiana, ist eine weibliche Figur, die vor allem in Mittel- und Lateinamerika um Liebe, Glück, Schutz, Gesundheit oder die Wiedererlangung verlorener Dinge angerufen wird. La Santa Muerte wird vor allem in Mexiko, Kuba und in US-amerikanischen Städten mit hohem Anteil lateinamerikanischer, vor allem mexikanischstämmiger Einwohner angerufen. Ihre Anhängerschaft setzt sich aus Angehörigen aller Gesellschaftsschichten zusammen, findet sich jedoch traditionell im Kriminellenmilieu.

Dieser Abend ist dem Heiligen Vitalis gewidmet… und allen anderen Toten. Die Flöten fauchen und verschlingen sich in die Tapes der Tonbandmaschine, field recordings von alten verschwundenen Stimmen, Beerdigungen, und Geister-Blaskapellen umarmen den Raum und die Klänge möchten Vitalis einladen, einen Toten(liebes)tanz mit Doña Sebastiana zu tanzen.

Angélica Castelló – Paetzold, tapes, radios, electronics, häkeln, Installation Jérôme Noetinger – Revox, radio, tapes, electronics

Jérôme Noetinger – Die Totenbandmaschine (2018)

Angélica Castelló – Catorce reflexiones sobre el fin / Fourteen reflections on the end (2018)

http://castello.klingt.org


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