Alte Musik · Klassik

CasalQuartett


ERNEST BLOCH (1880-1959)
Prayer für Streichquartett, aus: From Jewish Life. Three Sketches, Nr. 1 (1924)

OSVALDO GOLIJOV (*1960)
The Dreams and Prayers of Isaac the Blind für Klarinette und Streichquartett (1994)




  • Pause -



ABRAHAM WOLF BINDER (1895-1966)
Variations on a Prayer Motif für Klarinette und Streichquartett (1928)

SARA GUROWITSCH (1889-1981)
Kol Nidrej für Klarinette und Streichquartett (1918)

JACOB WEINBERG (1879-1956)

Streichquartett, op. 55 (1950)

Zwischen den Musikstücken trägt Shmuel Barzilai, Oberkantor der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde, traditionelle jüdische Kultgesänge vor.

Shmuel Barzilai Kantorengesänge
David Orlowsky Klarinette

casalQuartett
Felix Froschhammer Violine
Rachel Späth Violine
Markus Fleck Viola
Andreas Fleck Violoncello

Seit seiner Gründung 1996 entwickelte sich das Zürcher casalQuartett in über 1.500 Konzerten in aller Welt zu einem der international renommiertesten Quartetten der Schweiz. Seine stilistische Vielfalt und vitale Bühnenpräsenz sind aussergewöhnliche Merkmale.

Ausgebildet beim Carmina-Quartett in Zürich, dem Alban-Berg-Quartett in Köln und bei Walter Levin in Basel kamen wichtige künstlerische Impulse durch die Zusammenarbeit mit Martha Argerich, Clemens Hagen, Patricia Kopatchinskaya, Sol Gabetta, Emma Kirkby, Benjamin Schmid, Maurice Steger, Christoph Prégardien, Khatia Buniatishvili, Nuria Rial, Regula Mühlemann und vielen anderen. Neben der Pflege des Kernrepertoires sind dem cQ die emotionale Nähe zum Publikum, die Einbindung künstlerischer Partner aus verschiedenen Bereichen und die konzeptionelle Ausgestaltung der Programme am wichtigsten.

Mitglieder des Ensembles setzen auch in eigenen Festivals und Konzertreihen in der Schweiz und Deutschland diese Vision von innovativem, lebendigem und emotionalem Konzertieren um. Das Streichquartett ist eine der wandlungsfähigsten Gattungen, dem sowohl stilistische Ausflüge in die Musik des 17. Jahrhunderts, die Welt des Tango Nuevo, des Jazz und neuester Kompositionen ebenso gelingen, wie die Erweiterung der klanglichen und inhaltlichen Dimension durch Gast-Musiker, Schauspieler und durch Tanz und Literatur. Von Stockhausens performativem Streichquartett mit 4 Helikoptern über Musikprojekte mit jungen Hörern, aber auch durch die häufige Moderation von traditionellen Konzerten entstehen Wesensmerkmale des cQ, das das Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation zur Triebfeder seines Wirkens macht.

Durch die intensive Beschäftigung mit dem idealen historischen Instrumentarium des Tiroler Geigenbauers Jacobus Stainer und der faszinierenden – grossteils unbekannten – Musik des 18. Jahrhunderts, hat sich das cQ nicht nur eine internationale Fangemeinde erspielt, sondern auch einen einzigartigen Quartettklang und -stil entwickelt, der ein neues Licht auf die Blütezeit des Streichquartetts wirft.

Ausgezeichnet wurde es dafür u.a. mit dem ECHO KLASSIK 2010, dem Pizzicato Award Luxemburg, dem DIAPASON Decouverte, dem DIAPASON d’Or und Nominierungen für den Deutschen Schallplattenpreis, den ICMA-Award und den amerikanischen Grammy.

Im November 2015 erhielt es in Berlin seinen 2. ECHO KLASSIK PREIS für die Produktion „Genesis“ – 7 Streichquartette von Franz Xaver Richter.


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