Film

Carte blanche für Peter Konlechner


Die Retrospektive ist all jenen Gästen gewidmet, die das des Filmmuseum seit 1964 begrüßen konnte.

"Nach 37 Jahren des Gestaltens von Retrospektiven ist diese Carte blanche nicht mehr der Versuch, einen Kanon des Films zu definieren, sondern eine sehr persönliche Rückschau auf die Regisseure, deren Werk ich nach Wien holen konnte und mit denen mich oftmals eine sehr persönliche Beziehung verband. Angefangen mit Groucho Marx, der meiner Verlobten und mir als Nichtraucher zur Hochzeit ein Raucherservice mit der Widmung „this is the ideal gift for a non-smoking couple“ überreichte, über Federico Fellini, für den der Demel eigens eine Auslage gestaltete, bis hin zu Chuck Jones, der auf jedes verfügbare Stück Papier Bugs Bunny oder Pepé le Pew zeichnete.

Diese Retrospektive bestimmen Momente wie die mit Elia Kazan, der mir von einem russischen Film erzählte, der in Sibirien spielt, den er vor 30 Jahren gesehen hätte und der seither nicht mehr zu finden wäre. Eine Stunde später konnte ich ihm "Aėrograd" aus unserer Sammlung vorführen. Aus Dankbarkeit schenkte uns Kazan eine nagelneue Kopie von "America, America". Beide Filme werden Sie in diesem Programm sehen können. So wie Werke des viel zu früh verstorbenen Jean Eustache, der mir 1978 ins Gästebuch schrieb, „en fait ce séjour m’a bouleversé. J’espère revenir avec plus de serenité“ – er kam leider nie wieder.

Die Retrospektive ist all jenen Gästen des Filmmuseums gewidmet, die wir seit 1964 begrüßen konnten – und Ihnen, unserem Publikum, den Mitgliedern des Österreichischen Filmmuseums.“ (Peter Konlechner)


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