Theater

Carol Reed


Nach über vier Jahren ist René Pollesch wieder am Burgtheater zu Gast. Der Autor und Regisseur, dessen herausfordernde Arbeiten abseits aller dramatischen Konventionen seit Jahren das Publikum begeistern, erarbeitet unter dem Arbeitstitel Carol Reed seine achte Inszenierung an unserem Haus.

„Gibt es Dinge, die aus dem Nichts geschehen? Also nicht deshalb, weil es Gründe gibt, und weil etwas aus etwas anderem erfolgt? Ich stelle mir gerade ein Ereignis vor, dessen Wirkung nicht auf ausreichenden Gründen beruht. Man verliebt sich ja nicht aus bestimmten Gründen, sondern es erscheint uns ‚plötzlich‘ und den herkömmlichen Verlauf der Dinge unterbrechend, obwohl man die Gründe natürlich bereits liebte. Man verliebt sich ja nicht aus bestimmten Gründen, sondern es passiert einfach. Man denkt ja nicht, wenn man jemanden sieht: Ach guck mal, der hat ja das und das, Ah ich bin verliebt! Nein, es passiert einem einfach, man kann die Gründe dafür nicht nennen, obwohl man die Gründe natürlich auch sieht, aber es geht nicht alles in ihnen auf. Er oder sie hat den Mund, er oder sie hat die Augen ... Aber bei der ersten Begegnung denkt man ja nicht: Oh Gott, er hat das alles, ich glaube, ich bin verliebt. Man steht ja nicht vor jemandem und sagt: Ja, stimmt ja alles, ich bin verliebt. So funktioniert das ja nicht.“ (René Pollesch)

mit
Tino Hillebrand
Birgit Minichmayr
Irina Sulaver
Martin Wuttke

Regie: René Pollesch
Bühnenbild: Katrin Brack
Kostüme: Tabea Braun
Licht: Michael Hofer
Dramaturgie: Eva-Maria Voigtländer


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