Kunstausstellung · Fotografie Ausstellung

Carmen Alt-Chaplin


„Die Jagdreviere von Carmen Alt-Chaplin“ sind im Wesentlichen Orte des Transits, städtische Umgebungen, die es den Menschen erlauben, von einem Ort zum anderen zu gelangen. Sie jagt in den Tunnels der U-Bahn, auf Rolltreppen, Bürgersteigen, Flussufern.

Zerbrechliche Silhouetten, die sich oft in der Ferne bewegen, manchmal unscharf - hier scheinen sie eine fast körperlose Menschlichkeit zu repräsentieren, in einem Moment der "unterbrochenen" Existenz, in der Gefühl auf Abstand gehalten wird, in einem Zwischenraum, wo es nur darum geht, von einem Ort zum anderen zu gelangen.“

Ihre Arbeit hat eine Reinheit der Form, die den Betrachter dazu verführt, den Blick darauf verweilen zu lassen, um mit Genuss das Geheimnis der im Bild versteckten Details zu erforschen. Das weist auf eine offene Interpretation hin, denn es scheint nicht die Absicht dieser originären Fotografin zu sein, dem Betrachter einen Sinn aufzudrängen. Es ist eine rührende Art der Bescheidenheit, die diese Fotos oft ausmacht, eine völlig weibliche und Englische Zurückhaltung, die zu denen durchschimmert, die die Fotos nacheinander betrachten, eine Tiefe des Blicks, die sich in der Form mit der Schärfentiefe und axialen Perspektiven vereinigt.


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