Oper · Theater

Carmen


Für das Feuerwerk der Gefühle hat Operndirektor Andreas Gergen einen starken Ort gewählt: In den archaischen Arkaden der Felsenreitschule entwickelt er mit Bühnenbildner Peter J. Davison und der Kostümbildnerin Conny Lüders eine spektakuläre Produktion. Gemeinsam mit Musikdirektorin Mirga Gražinytė-Tyla entsteht ein Musiktheaterabend über menschliche Wege und Irrwege.

Carmen ist frei und unabhängig, leidenschaftlich und kompromisslos; sie lebt und liebt fern von jeglicher Gesellschaftskonvention. In einem Streit mit einer Kollegin wird sie handgreiflich und soll vom Soldaten Don José ins Gefängnis gebracht werden. Doch dieser ist längst unsterblich in sie verliebt. Don José wird zunehmend von Carmen in die Illegalität geführt. Auch Micaela, ein Mädchen aus seiner Heimatstadt, kann ihn nicht davor bewahren. Als Carmen ihren Gefallen an ihm verliert und auch noch der erfolgreiche Torero Escamillo auf der Bildfläche erscheint, nimmt das Schicksal eine verhängnisvolle Wendung.

Basierend auf der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée, machten es sich die Librettisten Henri Meilhac und Ludovic Halévy zur Aufgabe, den »Carmen«-Stoff zu einer Oper umzuarbeiten. Zu Georges Bizets spanischen Rhythmen und traumhaften Melodien entspinnt sich ein Tanz auf dem Vulkan. »Ein im höchsten Maße unmoralisches Werk«, schrieben die Zeitungen nach der Premiere 1875. Doch bald darauf wurde »Carmen« zu einem Welterfolg in der Musikgeschichte. Unmoralisch ist diese Oper immer noch. Mehr noch: Das Eifersuchtsdrama wird gar zum Kriminalstück mit tödlichem Ausgang.


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