Vortrag · Literatur

Carl Laszlo: Ferien am Waldsee


Burgtheaterschauspieler Michael König liest aus Carl Laszlos Aufzeichnungen „Ferien am Waldsee“.

Lesung und Buchpräsentation – Carl Laszlo: Ferien am Waldsee. Erinnerungen eines Überlebenden

Bestsellerautor Alexander von Schönburg diskutiert mit Verleger Albert C. Eibl über das neu publizierte Buch und die schillernde Persönlichkeit des Autors. Der Abend wird von Harald Krejci, Chefkurator des Belvedere, moderiert.

März 1944. Die deutsche Wehrmacht besetzt Ungarn. Als Jude wird der gerademal 20-jährige Carl Laszlo mit seiner gesamten Familie aus seiner Heimatstadt Pécs (Fünfkirchen) nach Auschwitz-Birkenau deportiert. 45 seiner Familienmitglieder werden sofort bei ihrer Ankunft in den Gaskammern ermordet. Der junge Mann übersteht eine erste Selektion durch Dr. Josef Mengele. Doch Auschwitz ist erst der Anfang. Bis zu seiner Befreiung durch heranrückende sowjetische Truppen im Frühjahr 1945 durchlebt Laszlo die Hölle der nationalsozialistischen KZ-Vernichtungsmaschinerie in vier weiteren Todeslagern: Sachsenhausen, Buchenwald, Ohrdruf und Theresienstadt.

Der 1955 erstmals unter dem düster-ironischen Titel „Ferien am Waldsee“ publizierte und seitdem zu Unrecht in Vergessenheit geratene fiktionalisierte Überlebensbericht des später in Basel und darüber hinaus weithin bekannten Kunstsammlers, Schriftstellers und Psychoanalytikers Carl Laszlo (1923–2013) ist eines der frühesten literarischen Zeugnisse des Holocaust – und ein seltenes Dokument der ästhetischen Bewältigung des letztlich unsagbar bleibenden Grauens. Dank der Wiederentdeckung und Neupublikation durch den Jungverleger Albert C. Eibl können die Aufzeichnungen Carl Laszlos erneut gelesen werden.


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