Theater

Call me God


Die Vorlage für das blutrünstige literarische Theaterereignis waren die Morde der so genannten „Beltway Sniper“ im Großraum Washington D.C. und auf der Interstate 95 in Virginia im Jahr 2002. Hier wird gezeigt, dass das Böse durch exzessiv aufgeputschte mediale Begleitung angefeuert wie ein Schiffsmotor, nun erst richtig Fahrt aufnimmt und in seiner Dynamik nur noch durch die Katastrophe zu stoppen ist.

"Call me God" zeichnet mit knalligen Strichen eine kaputte Gesellschaft, führt das alle Schreckensmeldungen und Katastrophen begleitende TV-Theater mit Sprechblasen-Experten, eine schamlos publicitysüchtige Öffentlichkeit vor. Jeder will ein Stück vom großen Kuchen der Vermarktung abbekommen. Dass die vermarkteten Ereignisse von tiefer persönlicher Tragik für alle Betroffenen sind, befeuert den Tanz um die schrecklichen Ereignisse nur noch mehr.

Das Stück "Call me god" von den Autoren Gian Maria Cervo, Marius von Mayenburg, Albert Ostermaier und Rafael Spregelburd war eine Auftragsarbeit für das Münchner Residenztheater. Die Uraufführung fand im Herbst 2012 am Residenztheater in München, am Teatro Argentina in Rom und in Viterbo im Rahmen des Festivals "Quartieri dell'arte" statt.

Mit: Katrin Ebner, Alexander Kropsch, Bernd Sracnik, Eva Weutz
Regie: Alfred Haidacher
Technik: Peter Spall
Kostüme: Eva Weutz


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