Pop / Rock

Caliban / Bury Tomorrow / Dream On, Dreamer / Any Given Day


Caliban | Mit 17-jähriger Bandbio im Rücken zählen sie zu den Veteranen der deutschen Metalcore- und Post-Hardcore-Szene. Dennoch haben sich die Gelsenkirchener eine undogmatische Herangehensweise an jedes neue Album bewahrt und sind auch bei ihrem neuen, neunten Opus "Ghost Empire" für jede Menge Überraschungen gut.

Soundtechnisch aufgefrischt, folgen Caliban zwar weiter dem Weg, den sie mit dem Vorgänger "I Am Nemesis" einschlugen, lassen aber immer wieder mit ungewöhnlichen Ideen aufhorchen. Neben Djent-Akkorden und Dubstep-Attacken sind es vor allem Andreas Dörners Vocals, die neuerdings eine Wandlung erfahren. "Andy singt mittlerweile auch und schreit nicht nur. Teilweise zusammen mit Denis, manchmal auch alleine. Das verleiht dem melodischen Gesang auf dem Album ein ganz neues Klangbild", erläutert Gitarrist Marc Görtz. Außerdem haben Caliban mit "nebeL" erstmals einen komplett deutsch gesungenen Song am Start, wofür man sich Unterstützung bei ihrem langjährigen Freund BastiBasti von Callejon holte.

Bei allen Neuerungen biedern sich Caliban zu keiner Zeit beim Zeitgeist an, sondern lassen sich einzig und allein von ihrer Experimentierfreude leiten. Die Grundausrichtung bleibt dabei in Stein gemeißelt: nämlich qualitätsbewusste, hochdynamische, melodisch-düstere und ungemein voluminöse Hartware abzuliefern, die live an Mächtigkeit kaum zu toppen ist. Kein Zweifel: Mit "Ghost Empire" geh das Zepter der Metalcore-Zunft zurück nach Gelsenkirchen. Einzige Österreich-Show!

"'Ghost Empire' ist ein Modern-Metal-Referenzwerk geworden, das zu begeistern weiß. Caliban standen nie still und tun es auch diesmal nicht, die neue Ausrichtung überzeugt aber an allen Ecken und Enden. So muss Weiterentwicklung aussehen." (Metal.de)
http://Calibanmetal.com/
Besetzung: Andreas Dörner: Vocals; Denis Schmidt: Guitar, Vocals; Marc Görtz: Guitar; Marco Schaller: Bass; Patrick Grün: Drums
Aktuelle CD: "Ghost Empire" (2014), Century Media
Bury Tomorrow (c) Kingstar Music

Bury Tomorrow | Das Quintett aus dem englischen Southampton hat sich 2012 mit der Mörderscheibe "The Union Of Crowns" fast aus dem Stand in die höheren Ränge des Metalcore gefräst. Für den Drittschlag im Langformat, "Runes", werden nun die Kerben noch tiefer gesetzt. Im Spannungsfeld zwischen Härte und Melodie operierend, schmieden Bury Tomorrow einen Sound, der so vernichtend und gleichzeitig so eingängig ist, dass es einem den Speichel aus den Drüsen treibt. Während Growler Dani Winter-Bates mit gutturalem Furor im Organ die Hölle heraufbeschwört, lässt Gitarrist und Co-Fronter Jason Cameron mit saftigen Melodien und rauchigem Klargesang den Rock der 80er wiederaufleben. Das ist das Fundament, auf dem Bury Tomorrow ihr Handwerk betreiben.

Rezensenten einschlägiger Medien lässt "Runes" die Kinnlade ein ordentliches Stück gen Boden klappen, das Album "strotze nur so vor tollen Songs" lobt man auf metal.de, und in-your-face.de schließt das aktuelles Bury-Tomorrow-Review mit der Empfehlung, sich live das volle Paket in die Ohren zu drücken. Dem pflichten wir vorbehaltlos bei.
http://www.facebook.com/BuryTomorrow
Besetzung: Daniel Winter-Bates: Vocals; Jason Cameron: Guitar, Vocals; Kristan Dawson: Guitar; Davyd Winter-Bates: Bass; Adam Jackson: Drums
Aktuelle CD: "Runes" (2014), Nuclear Blast
Dream On Dreamer (c) Kingstar Music

Dream On, Dreamer | Ein Deutscher, ein Amerikaner, drei Australier: Der Lifestyle dieser Metalcore-Kosmopoliten mit Homebase in Melbourne ist geprägt durch zähes Touren mit praktisch allen Acts, die im Genre nach oben streben oder bereits etabliert sind: Avenged Sevenfold, The Devil Wears Prada, Attack Attack, Memphis May Fire, Sleeping With Sirens, We Came As Romans, Pierce The Veil und viele mehr teilten sich die Bühne mit Dream On, Dreamer in den letzten beiden, schweißtreibenden Wanderjahren durch vier Kontinente.

Mit "Loveless", dem zweiten Album, hat der Fünfer außerdem ein schlagkräftiges Argument in eigener Sache, das in Fachkreisen hochgeschätzt wird: "Der erfrischende Mix aus Aggression und Empfindsamkeit ist selten so perfekt umgesetzt wie hier", schreibt The Music, während The Dwarf attestiert: "Das gesamte Album ist schlicht ergreifend, man möchte sofort mehr von der Band hören." Nichts leichter als das, werden Dream On, Dreamer live sicher ihre aktuelle Single "Darkness Brought Me Here" sowie weitere Vorboten des kommenden Albums zur Aufführung bringen.
http://www.dreamondreamerband.com/
http://www.facebook.com/dreamondreamerband
Besetzung: Marcel Gadacz: Vocals; Zachary Britt, Callan Orr: Guitar; Chris Shaw: Bass; Aaron Fiocca: Drums
Aktuelle CD: "Darkness Brought Me Here" (tbr), UNFD
Any Given Day (c) Mirko Witzki

Any Given Day | Calibans junge Kollegen aus Gelsenkirchen sind stilistisch im New Age Metal/Metalcore/Deathcore angesiedelt. Ihr Sound steht für tief gestimmte, energiegeladene, kompromisslose Härte vereint mit packenden melodischen Parts sowie kraftvollen Shouts und cleanem Gesang mit Ohrwurmcharakter. Eine sehr eigene, direkte Sprache aus treibenden Metal-Riffs, gefühligem Hardcore sowie atmosphärischen Djent-Parts, die auf ihrem brandneuen Debütalbum "My Longest Way Home" erstklassig konserviert wurde. Textlich verarbeiten Any Given Day, wie es ihr Name ankündigt, den normalen alltäglichen Wahnsinn, roh und ungeschönt, straight in your face.
http://www.facebook.com/AnyxGivenxDay
http://www.anygivenday.eu/
Besetzung: Dennis Diehl: Vocals; Andy Posdziech, Dennis Ter Schmitten: Guitar; Michael Golinski: Bass; Raphael Altmann: Drums
Aktuelle CD: "My Longest Way Home" (2014), Redfield Records


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