Diverse Musik

C4 Trío


Der Joropo ist der Nationaltanz von Venezuela. Ein Joropo beginnt fast immer mit einem Valseo – also Walzerschritt. Dann aber geht es ganz anders rund, rhythmisch vielfältiger und um einiges schneller, je nach Fähigkeit der Tänzer... In geradezu rasendem Tempo spielen sich manche konzertante Joropos ab, und da kommt das C4 Trío ins Spiel.

Die Abkürzung bezieht sich auf das Cuatro, die kleine viersaitige Verwandte der Gitarre. Entwickelt hat es sich aus der spanischen Vihuela, die im 17. Jahrhundert mit den Eroberern nach Südamerika gekommen war. Das Erbe Spaniens, verbunden mit afrikanischen und indigenen Elementen – daraus entsteht die Klangwelt des C4 Tríos. Das Cuatro kann auch ein beachtliches Rhythmusinstrument sein, wenn der Spieler die Saiten abdämpft und mit der anderen Hand komplexe Patterns schlägt. Beim Cuatro-Festival in Caracas anno 2005 war es, dass die drei Virtuosen einander zum ersten Mal in Solo-Auftritten hörten. Heute, einige CDs und Grammy-Nominierungen später, sind die vier Musiker (ein Bass war bald als Ergänzung zum hellen Sound der Cuatros gefunden) regelrechte musikalische Botschafter ihre Landes. Dabei spielen sie nicht nur venezolanische Stücke, sondern auch Calypso, Merengue und Rumba. Weiters kann es durchaus geschehen, dass sie sich Jazz Standards für ihre Besetzung ausleihen. Es scheint ihnen überhaupt kaum eine Grenze gesetzt, wenn es um Virtuosität und Einfallsreichtum geht.

Besetzung:

Jorge Glem, akustische Cuatro
Hector Molina, akustische Cuatro
Edward Ramirez, elektronische Cuatro, akustische Cuatro, Maraca
Gustavo Marquez, Bass


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