Diverses · Literatur

Buchpräsentation: Rachmil Bryks - Eine Katze im Ghetto und andere Erzählungen



Rachmil Bryks, geboren 1912 in Polen, jüdisch-orthodoxer Schriftsteller.

Der jüdische Autor Rachmil Bryks erzählt über das Leben, das Überleben und das Sterben im Lodzer Ghetto und im Konzentrationslager Auschwitz. Mit seiner außergewöhnlichen Erzählweise überträgt er die Ausweglosigkeit des Ghetto-Alltags, den schmerzenden Hunger und die ständige Angst in schriftliche Form – nicht ohne mit feinem Witz dem Grauen immer wieder zu trotzen.

Wer eine Katze – eine wichtige Mausefalle – fängt, bekommt im Lodzer Ghetto einen Laib Brot. Brot ist unbezahlbar und überlebenswichtig, da ansonsten nur mit Kraut- und Rettichblättern gekocht wird. Ebenso essentiell ist Holz, das mit allen Mitteln beschafft wird: die Rückwand des Schrankes, der Fußboden, das Dach, alles, was entbehrlich ist, wird verheizt, um Essen zu kochen und die Kälte zu bekämpfen. Das Leben im Ghetto ist durch Arbeit, Hunger und Angst bestimmt – Gefühle, die in den fünf Erzählungen ebenso berührend ehrlich wie überwältigend geschildert werden und dabei tief ergreifen.

Rachmil Bryks, geboren 1912 in Polen, jüdisch-orthodoxer Schriftsteller. Von 1940 bis 1944 ins Lodzer Ghetto gesperrt, nach dessen Liquidierung nach Auschwitz transportiert, später in ein Arbeitslager in Deutschland überstellt. Befreiung durch die Amerikaner 1945, während des anschließenden medizinischen Aufenthalts in Stockholm, wo er begann, seine Erlebnisse schriftlich zu verarbeiten, entstanden u. a. „Eine Katze im Ghetto“, „Kiddusch ha-Schem“ und „Der Kaiser des Ghettos“. Emigration nach Amerika 1949, wo er 1974 verstarb.

Einlass 18:15 Uhr
Eintritt frei

Um Anmeldung wird gebeten: Tel.: +43 1 535 04 31-1510 oder E-Mail: [email protected]