Vortrag · Literatur

Buchpräsentation: Eine spürbare Kraft


Österreichische KommunistInnen im US-amerikanischen Exil (1938-1945)

Von den zahlreichen österreichischen KommunistInnen, die während der NS-Zeit flüchten mussten, gelangten einige auch in die USA. Wie in anderen Exilländern versuchten sie dort Strukturen aufzubauen und mit VertreterInnen unterschiedlicher politischer Lager antifaschistische Bündnisse zu schließen. Das kommunistische Exil in den USA weist allerdings einige Besonderheiten auf.Die Geflüchteten waren aufgrund der Immigrationsbestimmungen de facto illegalisiert – die Einreise von KommunistInnen war in den USA unerwünscht.
Simon Loidl berichtet von einer weithin unbekannten Episode des österreichischen Widerstands. Dazu zählen beeindruckende persönliche Schicksale wie jenes von Kurt Ponger, der für den US-amerikanischen Nachrichtendienst OSS arbeitete, und nach dem Krieg als Kommunist verhaftet wurde. Oder jenes von Otto Langer, einem jüdischen Wiener Kommunisten, der die erste Filmangestelltengewerk schaft in den USA gründete und dem Harry Belafonte ein eigenes Lied widmete, bevor er zum Mitgründer des Wiener Volksstimmefests wurde.

Präsentation mit dem Autor Simon Loidl.


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