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Literatur

Buchpräsentation: Alma Mater Antisemitica - Akademisches Milieu, Juden und Antisemitismus an den Universitäten Europas zwischen 1918 und 1939


Das universitäre Milieu der Zwischenkriegszeit war in Mitteleuropa durch Antisemitismus und antijüdische Gewalt gekennzeichnet: Universitäten führten verschiedene antisemitische Beschränkungen oder Regelungen ein. Judenfeindliche Artikel in der studentischen Presse, die Forderung nach einem Numerus clausus, Krawalle gegen jüdische Hörerinnen und Hörer sowie die Einführung einer diskriminierenden Sitzordnung gehörten zum universitären Alltag in vielen europäischen Staaten. Der jüngste Band des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI) untersucht in mehreren Beiträgen die Träger, Formen und Beweggründe sowie die Motive des universitären Antisemitismus in der Zwischenkriegszeit, andererseits aber auch die jüdische und nichtjüdische Gegenwehr.

Die Präsentation dieses Bandes ist gleichzeitig auch die letzte Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung „Die Universität. Eine Kampfzone“ im Jüdischen Museum Wien (bis 28.3.). Sie bietet die Gelegenheit für eine Diskussion über akademische Einrichtungen und Möglichkeiten, mit diesem mehrfach belasteten Erbe heute umzugehen könnten.

Eine Kooperation des Jüdischen Museums Wien und des Wiener Wiesenthal Instituts für Holocaust-Studien (VWI).

Programm
Begrüßung: Danielle Spera
Präsentation des Bandes durch die HerausgeberInnen
Podiumsgespräch: Eva Blimlinger (Rektorin der Akademie der bildenden Künste), Regina Fritz (Herausgeberin „Alma Mater Antisemitica"), Werner Hanak-Lettner (Chefkurator Jüdisches Museum Wien)
Moderation: Béla Rásky (Wiener Wiesenthal Institut für Holocaust-Studien, VWI)

Einlass 18:15 Uhr

Eintritt frei


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