Alte Musik · Klassik

Bruno Helstroffer – Theorbe


Johann(es) Hieronymus (von) Kapsberger (auch: Giovanni Girolamo oder Giovanni Geronimo Kapsberger; geboren um 1580 in Venedig; begraben 17. Januar 1651 in Rom), Sohn eines deutschen Adeligen (und einer mutmaßlich italienischen Mutter), wurde als talentierter Virtuose auf der Laute und dem unlängst erfundenen Chitarrone oder der Theorbe offenbar schnell bekannt.

Er schuf Werke für verschiedenste Besetzungen, darunter Solowerke für Laute, Sinfonien und Arien, aber auch geistliche Vokalwerke wie Messen und Oratorien oder eine Vertonung von Gedichten von Papst Urban VIII. Bei den Zeitgenossen stand er als Komponist in hohem Ansehen und wurde mit Claudio Monteverdi verglichen. Kapsbergers zahlreiche Werke für Laute (4 Bände) und Chitarrone (6 Bände) existieren nur in Handschriften und blieben großenteils bis heute ungedruckt.

Wer wenn nicht ein Ausnahme-Theorbist vom Format eines Bruno Helstroffer sollte sich des Œuvres des unterschätzten Ausnahme-Komponisten annehmen? Der vielseitig orientierte Musiker und Komponist Helstroffer schlägt mühelos den Bogen von alter zu zeitgenössischer Musik, von Barock zu Pop und Jazz. Der bei den bekanntesten Barock- und Kammerensembles gefragte Künstler hat über 30 teils mit Auszeichnungen überhäufte CDs eingespielt. Er ist nicht zum ersten Mal Gast des Barockfestivals St. Pölten: Erst letztes Jahr wirkte er im Eröffnungskonzert an der Aufführung von Monteverdis „A Trace of Grace“ unter Michel Godard mit. Im Programm von 2016 spielt er Kompositionen von Kapsberger und aus eigener Feder.


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