Oper

Brundibár


Anlässlich des Gedenk- und Bedenkjahres 2015, in dem sich das Ende des 2. Weltkrieges zum 70. Mal jährt, haben sich mehrere Grazer Kulturinstitutionen zusammengetan, um mit Kindern und für Kinder ein bewegtes und bewegendes Stück Zeitgeschichte zur Aufführung zu bringen

Eine Kinderoper von Hans Krása und Adolf Hoffmeister.
„Ihr müsst auf Freundschaft bau´n, den Weg gemeinsam geh´n, auf eure Kraft vertrau´n, und zueinandersteh´n. Ihr seht ja, wie es war: Wir schlugen Brundibár, uns kann man nicht trennen."

Über die Kraft des Gemeinsamen
Die Geschwister Pepíček und Aninka wollen für ihre kranke Mutter Milch kaufen und beschließen, auf dem Marktplatz zu singen, um dafür etwas Geld zu verdienen. Das bringt jedoch den Leierkastenmann Brundibár gegen sie auf: Er glaubt, der Einzige zu sein, der das Recht hat, hier Musik zu machen, und verscheucht ohne Mitleid die beiden Kinder von „seinem“ Marktplatz. Für Aninka und Pepíček scheint nun alles verloren – doch dann erscheinen den beiden im Schlaf ein Spatz, eine Katze und ein Hund und geben neue Hoffnung: Mit Hilfe der Tiere werden alle Kinder der Stadt zusammengetrommelt und ein großes Konzert organisiert, bei dem endlich das nötige Milchgeld gesammelt werden kann. Der grimmige Brundibár unternimmt zwar noch einen Versuch, das Geld zu stehlen, doch jetzt, da die Kinder zusammenhalten und sich ihm gemeinsam entgegenstellen, hat der alte Griesgram keine Chance.

Anlässlich des Gedenk- und Bedenkjahres 2015, in dem sich das Ende des 2. Weltkrieges zum 70. Mal jährt, haben sich mehrere Grazer Kulturinstitutionen zusammengetan, um mit Kindern und für Kinder ein bewegtes und bewegendes Stück Zeitgeschichte zur Aufführung zu bringen: Der tschechisch-deutsche Komponist Hans Krása wurde 1942 ins KZ Theresienstadt deportiert und schrieb dort seine Kinderoper „Brundibár“ noch einmal aus dem Gedächtnis auf. Diese fantasievolle Geschichte über Zusammenhalt, Freundschaft und Hoffnung in Zeiten der Not wurde über 50 Mal mit inhaftierten Kindern aufgeführt und zeugt bis heute von der Bedeutung von Kunst, Kultur und der Erziehung zur Menschlichkeit in einer unmenschlichen Zeit.

Musik: Hans Krása
Libretto: Adolf Hoffmeister
Musikalische Leitung: Andrej Skorobogatko
Regie & Szenografie: Luise Kloos
Leitung Singschul’ der Oper Graz: Andrea Fournier Kostüme: Isabel Toccafoni
Mitwirkung Szenographie und Kostüme: Volksschule Geidorf
Erzähler-Texte: Heinz Janisch

Mit dem Orchester Ensemble Studio 28 und der Singschul‘ der Oper Graz
Erzähler: Maximilian Achatz
Tenor/ Brundibár: Martin Fournier


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