Klassik

Brünner Philharmoniker


Das aus 110 Musikern bestehende Ensemble ist – neben Prag und Wien – eines der größten mitteleuropäischen Orchester. Chefdirigent Aleksander Markovic begeistert seit seinen Anfängen im Jahre 2009 das Publikum und die Presse in gleichem Maße.

Programm:

Leoš Janácek, Sechs Lachische Tänze
Zoltan Kodály, Tänze aus Galántha
Antonin Dvorák, Sinfonie Nr. 9 in e-moll, op. 95 "Aus der Neuen Welt"

Aleksandar Markovic, der für einen Dirigenten noch junge Künstler begeistert seit seinen Anfängen das Publikum und die Presse zugleich: Er "strahlt am Dirigentenpult eine Sicherheit und Überzeugungskraft aus, die sich nicht nur auf Können, sondern auch schon auf reiche Erfahrung gründet, … lässt temperamentvoll die Fetzen fliegen,... voll faszinierender Details und dennoch in beeindruckend klarem Blick auf das Ganze", überschlug sich die Berliner Morgenpost. In Villach werden die Brünner Philharmoniker unter der souveränen Leitung von Aleksandar Markovic ein höchst anspruchsvolles Programm bieten - und dafür sind sie bekannt.

Leoš Janácek begann im nördlichen Mähren, Volkslieder zu sammeln, die er dann 1889 zur Grundlage seiner "sechs Lachischen Tänze" machte. Der Titel "Lachische Tänze" verweist auf die Walachei, die ostmährische Grenzlandschaft zur Slowakei, wobei die Lachei den engeren Bezirk um Janáčeks Geburtsort bezeichnet. Janáceks orientierte sich stärker am Original, indem er die lachischen Melodien weitgehend unangetastet lies, diese allenfalls mit kleinen Abweichungen versah und durch Gegenmelodien anreicherte.

Kodaly schrieb die "Tänze aus Galántha" zum achtzigjährigen Bestehen der Budapester Philharmonischen Gesellschaft im Jahr 1933. Das Werk trägt den Titel "Galantai tancok" in Bezug darauf, dass die Hauptmotive aus einer Sammlung alter Tänze stammen, die nach dem Spiel der Zigeuner aus Galantha zusammengestellt wurden.

Nach der Pause steht die Musik von Antonin Dvorák auf dem Programm. Die 9. Sinfonie trägt den Namen "Aus der Neuen Welt", da diese von Dvoráks dreijahrigem Amerikaaufenthalt inspiriert wurde. Obwohl er als Dirigent und Lehrer die Aufgabe übernommen hatte, eine junge Musikergeneration heranzubilden, die einen nationalamerikanischen Musikstil entwickeln sollte, ist seine 9. Sinfonie keinesfalls amerikanische Musik. Er selbst äußerte sich dazu folgendermaßen: "Aber den Unsinn, dass ich indianische oder amerikanische Motive verwendet hätte, lassen Sie aus, weil das eine Lüge ist. Ich habe nur im Geiste dieser amerikanischen Volkslieder geschrieben."

„Jeder von uns muss das eigene Verhältnis zur Musik pflegen, die Liebe zu den bekannten Werken und die Neugier auf die neuen. Es ist wesentlich, unsere Verbundenheit zur Musik neuen Generationen weiterzugeben, ihnen zu zeigen welche unglaublichen Wunder da zu finden sind, ein riesiges Spektrum an Emotionen und Leidenschaften, das sich von den aufwühlenden Tiefen der Sensualität bis zu der puren Liebe zu Gott erstreckt. Ohne diese geistige Nahrung würden wir innerlich verdorren, und die Gesellschaft in das Oberflächliche und Triviale absinken.“ Aleksandar Markovic


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