Klassik

Bruckner Orchester Linz


Zu den großen Außenseitern der Musikgeschichte zählt der nahe Florenz geborene, hauptsächlich in Berlin lebende Ferruccio Busoni. Zu jenen raren Pianisten, die sich für Busonis Klavierkonzert stark machen, zählt der Kanadier Marc-André Hamelin.

Es war keineswegs seine jüdische Abstammung, die den 1880 in Genf geborenen Komponisten Ernst Bloch zum Amerikaner machte. 1916 tourte er als Orchesterleiter einer Tanzgruppe durch die USA, strandete dort, weil die Kompanie Pleite machte, fand aber gefallen an dem Land und blieb, zumal man schon bald auf ihn als Komponisten aufmerksam geworden war.

Ernest Bloch (1880–1959)
Trois Poèmes juifs (1913)

Max Bruch (1838–1920)
Kol Nidrei. Adagio für Violoncello mit Orchester und Harfe, op. 47 (1880)

Ernest Bloch
Schelomo. Rhapsodie hébraïque für Violoncello und Orchester (1915–16)




  • Pause -



Ernest Bloch
Israel. Sinfonie für Orchester und fünf Solostimmen (1912–16)

Das Bruckner Orchester Linz, das auf eine mehr als 200-jährige Geschichte und Tradition zurückblickt und seit 1967 offiziell diesen Namen trägt, hat sich in den letzten Jahrzehnten zu einem der führenden Klangkörper Mitteleuropas entwickelt.

Mit seinen 130 Musikerinnen und Musikern ist es nicht nur das sinfonische Orchester Oberösterreichs, sondern betreut auch die musikalischen Produktionen des Linzer Landestheaters. Zu den herausragenden Aufgaben des Orchesters zählt die Mitwirkung beim Internationalen Brucknerfest Linz und dem Ars Electronica Festival. Tourneen führten das Orchester bereits drei Mal in die USA (2005, 2009 und 2017) nach Italien, Deutschland und Spanien, sowie nach Japan, Frankreich und England.

In jüngster Zeit konzertierte das Bruckner Orchester mehrfach in Köln, Paris, Bratislava, Brno sowie in Istanbul und veranstaltet seit 2012 einen eigenen Konzertzyklus im Musikverein Wien.

Das Bruckner Orchester Linz vollendete die bei arte nova/SONY erschienene Gesamteinspielung aller Sinfonien von Anton Bruckner. Es ist dies die erste Gesamtaufnahme aller Bruckner-Sinfonien „aus einer Hand“, die der oberösterreichische Klangkörper aufgenommen hat. Darüber hinaus hat sich das Bruckner Orchester mit Aufnahmen der Musik von Philip Glass sowie von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Siegfried Matthus, Franz Schmidt, Erich Wolfgang Korngold und Gustav Holst einen Namen gemacht.

Das Orchester wurde in seiner Geschichte von Gastdirigenten wie Clemens Krauss, Hans Knappertsbusch, Sergiu Celibidache, Kurt Eichhorn, Vaclav Neumann, Christoph von Dohnányi sowie später von Zubin Mehta, Serge Baudo, Horst Stein, Vladimir Fedosejew, Michael Gielen, Bernhard Klee, Steven Sloane, Stanislaw Skrowaczewksi, Michael Schønwandt und Franz Welser-Möst geleitet und von Chefdirigenten wie Theodor Guschlbauer, Manfred Mayrhofer, Martin Sieghart und in den letzten 15 Jahren von Dennis Russell Davies geprägt. Ab Herbst 2017 ist Markus Poschner Chefdirigent des BOL.

Pause

Johannes Brahms
Symphonie Nr. 4 e-Moll, op. 98


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