Konzert

Broken Shadows

Showtimes

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20:30 - 23:59
Porgy & Bess

Die Mitglieder von „Broken Shadows“ verbindet eine lange Geschichte als Freunde und Kollegen.

Neben verschiedenen Verbindungen spielte Chris Speed in den 1990ern in Tim Berns Bloodcount-Band, während Reid Anderson und Dave King die Rhythmus-Sektion der genreprägenden Band „The Bad Plus bilden“. Die vier Musiker aus dem urbanen Norden Amerikas haben sich zusammengetan, um die zeitlosen Klänge der großen Männer des ländlichen Südens und des Landesinneren neu zu interpretieren: Ornette Coleman, Julius Hemphill, Dewey Redman, Charlie Haden. Diese Kultfiguren schufen aus den volkstümlichen Einflüssen ihrer frühen Umgebung eine immerwährende Avantgarde, einen Kanon, der den harten Blues und die tiefe Klage, das leidenschaftliche Feiern und den schreienden Protest umfasst. Durch die DNA solcher Avantgarde-Jazz-Klassiker wie „Dogon AD“, „Lonely Woman“, „Civilization Day“, „Walls-Bridges“ und „Song for Ché“ winden sich die uralten Klänge von Hinterhofkneipen und Jahrmärkten, Trauerzügen und Feiertagsparaden, von Samstagnacht-Raves, die in die Hymnen des Sonntagmorgens einfließen.


Die Art und Weise, wie die Saxophonisten Berne und Speed diese Musik mit dem Bass-und Schlagzeug-Team Anderson und King aufführen, hat eine rau-harmonische Konvergenz; ganz im Sinne der Originale, auch wenn ihre Improvisationen einen suchenden, brennenden, eigenen Modernismus besitzen. „Broken Shadows“ ist ein Quartett verwandter Geister, die sich über gemeinsame Vorlieben und Inspirationen austauschen. Ihr Ziel beschränkt sich jedoch nicht auf eine Hommage, vielmehr soll diese Musik mit tiefen Wurzeln in den gegenwärtigen Moment hineinreichen – lebendig und auf unsere Zeit eingestimmt.