Film · Theater

Britt Hatzius - Blind Cinema


Eine Filmvorführung, in der nichts zu sehen ist und dennoch vieles ersichtlich wird: Blind Cinema erzählt von der Kraft der Sprache und lotet die Grenzen des Beschreibbaren aus. Die britische Künstlerin Britt Hatzius lädt Erwachsene ein, sich mit verbundenen Augen in die Hände oder vielmehr Stimmen von Kindern zu begeben.

Ohne den projizierten Film zu sehen, entsteht er ausschließlich als Kopfkino durch das Flüstern der Kinder, die hinter den Sitzenden platziert sind und beschreiben, was sie auf der Leinwand sehen. Das uns scheinbar so vertraute Erlebnis Kino wird hier zur Grenzerfahrung der Imagination, zur bedingungslosen Auslieferung an die subjektive Wahrnehmung. Blind Cinema verdreht die Kommunikationsverhältnisse zwischen Erwachsenen und Kindern. Kinder erzählen und interpretieren, Erwachsene hören zu und staunen. Irgendwann müssen alle vor dem Trugbild einer objektiven Realität resignieren.

Regie/Konzept: Britt Hatzius
Dramaturgie: Ant Hampton
Film: Britt Hatzius, Simon Arazi
Filmproduktion (Film/Ton): Boris Belay, Maxim, Anne Haaning, Dunkan Speakman
Technisches Design/Produktionsassistenz (Requisiten): Maria Koerkel, Gert Aertsen
Künstlerische Produktionsleitung: Katja Timmerberg


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