Literatur · Klassik

Brigitte Karner & Peter Simonischek: Die unsichtbare Geliebte


Lesung aus dem Briefwechsel von Nadeshda von Meck und Peter Iljitsch Tschaikowskij. Briefdokumente einer großen Liebe zweier Menschen, die sich nahe waren, ohne sich je begegnet zu sein.

„Pjotr Iljitsch, haben Sie jemals geliebt? Ich glaube nicht. Sie lieben die Musik zu sehr, als dass Sie eine Frau lieben könnten. Ich weiß von einem Liebeserlebnis in Ihrem Leben, doch bin ich der Ansicht, dass die sogenannte platonische Liebe nur eine halbe Liebe ist, eine Liebe der Einbildungskraft, nicht des Herzens, nicht jenes Gefühl, das Leib und Blut des Menschen durchströmt, ohne das er nicht zu leben vermag.”

„Meine liebe Freundin. Sie fragen mich ob ich die irdische Liebe kenne. Stellt man die Frage etwas anders, das heißt, fragt man, ob ich die Fülle des Glücks in der Liebe erlebt habe, so antworte ich: Nein, nein, nein!!! Fragen Sie mich jedoch, ob ich die Macht, die unerschöpfliche Kraft der Liebe kenne, so antworte ich: Ja, ja, ja!!! Ich teile Ihre Ansicht nicht, die Musik sei nicht fähig, die allumfassende Kraft der Liebe wiederzugeben. Ich bin vom Gegenteil überzeugt: Nur die Musik vermag es.“

Peter Illjitsch Tschaikowsky Musik
Adrian Suciu Klavier


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