Vortrag

Brigitte Felderer - Zurück in die Zukunft


Die Ausstellung belegt anhand zahlreicher Entwurfszeichnungen, Ornamentstiche, illustrierter Bücher, Plakate und Zeitschriften aus der MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung, dass die Haute Couture keine Erfindung des 20. Jahrhunderts ist.

Zurück in die Zukunft
mit Brigitte Felderer
Kostbare Modepublikationen der MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung stehen im Zentrum dieser Führung. Die Entwürfe, zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Wien entstanden, entfalten eine Geschichte der Zukunft, die bis heute nicht an Relevanz verloren hat.

Die Ausstellung belegt anhand zahlreicher Entwurfszeichnungen, Ornamentstiche, illustrierter Bücher, Plakate und Zeitschriften aus der MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung, dass die Haute Couture keine Erfindung des 20. Jahrhunderts ist.„Gehobene Schneiderei“ und kostbare Accessoires sind bereits seit der frühen Neuzeit en vogue – das veranschaulichen Blätter aus dem 16. Jahrhundert, etwa von Jost Amman, Wenzel Hollar und Jacques Callot, und später Petitots Mascarade à la Grecque [Maskerade im griechischen Stil] sowie Watteaus Figures de modes [Modebilder] und erste Zeitschriften mit ihren überbordenden Modebildern wie die Élégance Parisienne oder ihr deutsches Pendant Journal des Luxus und der Moden. Als Schüler des Begründers der Haute Couture war Paul Poiret einer der ersten Modeschöpfer dieses Genres. Anlässlich seines Wienbesuchs hatte er 1911 Kontakt mit der Wiener Werkstätte und war von deren Textilien begeistert. Entwürfe von Dagobert Peche, Eduard Wimmer-Wisgrill und Maria Likarz zeigen die gegenseitige Inspiration, die in dem Mappenwerk Mode Wien 1914/15 gipfeln. Das Schaffen dieser KünstlerInnen demonstriert die Lust am Entwerfen zwischen Utilität und Mode-Utopie.

Eröffnung
Di, 12.4.2016, 19 Uhr

Zur Ausstellung
Christoph Thun-Hohenstein, Direktor, MAK
Kathrin Pokorny-Nagel, Kuratorin, Leitung MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung/Archiv
Brigitte Felderer, Kulturwissenschaftlerin, Universität für angewandte Kunst Wien

Eintritt
€ 9,90 / ermäßigt € 7,50
Eintritt frei für Kinder und Jugendliche unter 19

Jeden Dienstag 18:00–22:00 Uhr Eintritt frei

Familienkarte € 13
(zwei Erwachsene + mind. ein minderjähriges Kind)

Wien 1900-Kombiticket
€ 17,90 / ermäßigt € 14,50
gültig für MAK und Leopold Museum


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