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Kunstausstellung

Brennende Fragen - Über: Ich


Der zweite Teil von „Brennende Fragen“ besteht aus mehreren von KünstlerInnen initiierten und großteils auch selbst kuratierten Projekten, die unter dem Titel „Über: Ich“ zusammengefasst sind.

Die Beiträge thematisieren auf unterschiedliche Weise die eigene künstlerische Identität sowie das Verhältnis des Ichs zum Anderen und bereichern den vorherrschenden Kunst- und Ausstellungsbetrieb durch neue Strategien.

Als Fremde verwechselt
Der von Eugenia Gortchakova kuratierte Beitrag stellt „Identität“ als Beziehungsbegriff („relational identity“) in den Raum. Sie versammelt Werke von neun KünstlerInnen, die verschiedene Strategien, Methoden oder Aktionen gefunden haben, die Beziehung des Ichs zu dem Anderen zu visualisieren und zu reflektieren. Wenn das „Ich“ den Anderen als für „seine“ Existenz notwendig anerkennt, „wird der Hass verschwinden“ (Julia Kristeva).
KünstlerInnen: Kyungwoo Chun, Kerstin Drobek, Nezaket Ekici, Eugenia Gortchakova, Annette Gödde, Marikke Hein-Hook, Katia Liebmann, Thomas Nölle, Sandy Volz

Peter Braunsteiner
Über ich
144 Zeichnungen mit Tusche und Kugelschreiber auf PVC- Zeichenfolie im Format A4. Das Projekt besteht aus drei übergreifenden Themenfeldern: 1. Erste Lebensjahre = Ohne eigene Erinnerung, 2. Die ersten Tage der Menschheit und 3. Der Körper und sein Verhältnis zur Geistseele = Das Eigene/Kollektive
Das Projekt ist ein Versuch herauszufinden, woher die Ausrichtung auf bestimmte Themen des späteren künstlerischen Schaffens kommt. Und ein Versuch, mit den Mitteln der Zeichnung – der einfachsten bildnerischen Mitteilungsform – die Quellen des unbewussten Flusses aufzuspüren, der mit seinen Ausläufern, Nebenarmen und gelegentlichen Sturzbächen Träume, Phantasien, Ideen und letztlich die persönliche Realität und Weltsicht ausmacht.

Thomas Kröswang
stand der dinge
der stand der dinge, ein abbild des hier und jetzt, lässt viele fragen offen und zwingt uns zur revision unserer an- und einsichten: nach welchen kriterien bewerten wir den zustand unserer gesellschaft, die grundlagen unseres sozialen lebens? wie organisieren wir unsere bedürfnisse? wo zeigen sich unsere normen und werte? wann lassen wir uns davon leiten, und wann nicht? fragen, die unsere inneren instanzen, unsere erfahrungen, unser gewissen, d.h. unser selbst und unser über-ich ansprechen und uns zu entsprechenden lösungen drängen.

Erwin Stefanie Posarnig
Einschmiegen III
Berlin, Maribor, Belgrad, Wien, Graz
Einschmiegen bedeutet sich anpassen, einpassen, assimilieren, enge Verbindungen eingehen und vieles mehr. Dieser Begriff wird seit drei Jahren im Rahmen der Trilogie „Einschmiegen“ untersucht. In diesem Reisekunstprojekt reiben sich 30 Künstlerinnen, mit ihren Werken, an der Holzseekiste. Das Labor des Begriffes „einschmiegen“. Die unterschiedlichen Ergebnisse werden in Ausstellungen sichtbar. Ein multifunktionaler Trailer ist das Transportmittel und Teil der Reiseskulptur.
KünstlerInnen: ONA B, Wolfgang Becksteiner, Brad Downey, Christian Eisenberger, Karin Frank, Max Frey, G.R.A.M., Sabina Hörtner, Herrmann Glettler, Karl Karner, Richard Klammer, Ronald Kodritsch, Ina Loitzl, Claudia Nebel, Michael Petrowitsch, Michael Pinter / Luzyna Viale, Porut Popenko, Erwin Stefanie Posarnig, Nicole Pruckermayer, Arnold Reinisch, Werner Reiterer, Judith Rohrmoser, Christian Ruschitzka, Evamaria Schaller, Janis Schwab, Rene Stessl, Petra Varl,
Markus Wilfling, Josef Wurm, Zweintopf

Ebenfalls im Rahmen von "Brennende Fragen. UEBER: ICH":
The Burning Question
Who am I? Where do I belong?
Künstlerhaus, Galerie
23.10.2015 – 08.11.2015
"The Burning Question" geht der Identitätsfindung, dem Rollenbild und dem beruflichen und sozialen Alltag von Menschen mit Mitgrationshintergrund nach. Die Schau zeigt die Ergebnisse des gleichnamigen partizipativen Community Art- und Filmprojekt der Vienna Business School mit dem britischen Künstler Christopher Gunson.


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