Oper · Theater · Klassik

Bregenzer Festspiele 2015


Die Bregenzer Festspiele eröffnen ihre erste Spielzeit unter der Intendanz von Elisabeth Sobotka mit der Oper Turandot als Spiel auf dem See.

Regie und Bühnenbild stammen von Marco Arturo Marelli, die Wiener Symphoniker spielen unter der Leitung von Paolo Carignani. Premiere feiert das Werk von Giacomo Puccini am 22. Juli, derzeit sind 25 Folgevorstellungen fixiert. Zum ersten und bisher letzten Mal stand die Oper im Sommer 1979 auf dem Spielplan des Festivals.

Im Festspielhaus gelangt die Oper Hoffmanns Erzählungen von Jacques Offenbach zur Aufführung. Für die Inszenierung zeichnet Stefan Herheim verantwortlich, die musikalische Leitung liegt bei Johannes Debus. Jacques Offenbachs unvollendet gebliebene Oper wurde bei den Bregenzer Festspielen in den Jahren 1987 und 1988 als Spiel auf dem See gezeigt. Im diesjährigen Sommer sind fünf Vorstellungen vorgesehen.

Chinesisches Kolorit am See, Sehnsüchte und Abgründe im Festspielhaus

Puccinis Tod im Jahr 1924 ließ Turandot unvollendet, sein Kollege Franco Alfano komponierte auf Grundlage der Skizzen einen Schluss. Etwas Außergewöhnliches hatte Puccini schaffen wollen, jenseits seiner berühmten Opern Madama Butterfly, La bohème und Tosca. Letztere beiden waren in den Sommern 2001 und 2002 sowie 2007 und 2008 auf der Seebühne zu erleben. Chinesisches Kolorit, mächtige Chorszenen und von ihren Gefühlen überwältigte Figuren bestimmen diese Oper mit ihrer berühmten Arie für Tenor Nessun dorma. Wonach sehnen wir uns, wenn wir lieben? Kann ein anderer Mensch unsere Sehnsüchte überhaupt erkennen und erfüllen? Suchen wir uns selbst oder wollen wir im anderen aufgehen? Der Dichter, Komponist und Zeichner E. T. A. Hoffmann blickte wie kaum ein anderer in unsere Sehnsüchte, Phantasien, Träume und Abgründe. In Hoffmanns Erzählungen wird der Autor selbst zur Figur seiner eigenen Geschichten gemacht, die ihm und uns den Boden unter den Füßen wegziehen.

Orchesterkonzerte mit Opernkomponisten und Erstaufführung

Die beiden Opern-Komponisten der diesjährigen Saison sind auch bei den Orchesterkonzerten 2015 mit den Wiener Symphonikern zu erleben: Von Giacomo Puccini gelangt Messa di Gloria zur Aufführung, Jacques Offenbach ist mit seinem Konzert für Violoncello und Orchester vertreten. Erstmals in Österreich zu hören ist Miroslav Srnkas neuestes Orchesterwerk No Night No Land No Sky, das im Mai 2014 in Köln uraufgeführt wurde. Darüber hinaus stehen Werke von Luciano Berio, Johannes Brahms, Felix Mendelssohn Bartholdy und Franz Schubert auf dem Programm. Das Symphonieorchester Vorarlberg spielt die Wesendonck-Lieder von Richard Wagner sowie Johannes Brahms' Symphonie Nr. 4 e-Moll.


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