Tanz

Boys don‘t cry


Wer sagt, dass Tanzen nichts für Jungs ist!

Acht Jungs und Männer stehen auf der Bühne. Zappeln, nesteln an sich herum, schauen mal verschämt, mal provozierend ins Publikum, wechseln von Standbein auf Spielbein und wissen eigentlich nicht, wo sie anfangen sollen. Denn keiner will so recht raus mit der Sprache. Männer also, oder eigentlich noch Jungs zwischen 13 und 31 Jahren. Sie sind unterschiedlicher Herkunft und kommen aus verschiedenen Nationen. Sind mit unterschiedlichsten Bildern und Ansprüchen groß geworden, doch eines verbindet sie - der Tanz.

Denn wer sagt, dass Tanzen Mädchenkram ist? Tragen nicht gerade die Superhelden vorzugsweise Strumpfhosen und Ganzkörperanzüge? Hier werden erst einmal alle Bilder und Klischees abgeräumt und neu sortiert. Denn diese Jungs wollen nur eins - Tanzen! Da ist Adil, 20 Jahre alt, er sitzt seit er 10 ist im Rollstuhl. Er ist gläubiger Moslem und Tanz seine große Leidenschaft. Future ist in Simbabwe geboren und aufgewachsen, schon früh war Tanzen ein Teil seines Lebens, jetzt lebt er in Wien und vieles ist noch neu für ihn. Richard ist Österreicher, hat mit Ballett angefangen und ist jetzt 31. Joaquin, 15 Jahre alt, beatboxt am liebsten, aber mit dem Beat kommt der Move.

In starken Bildern zeigen sie ihre Gefühle von Konkurrenz, Ohnmacht, Wut, aber auch von Freundschaft, Verletzlichkeit und Lebensfreude.

Immer wieder wird von der sogenannten „Boys Crisis" gesprochen. Im postheroischen Zeitalter, wisse der Mann nicht mehr viel mit sich anzufangen. Ritter, Cowboys oder Eroberer braucht kaum noch jemand. Doch halt! Diese Jungs wissen es besser.

Regie, Konzept: Corinne Eckenstein | Choreografie: Corinne Eckenstein & Ensemble | Tanzcoach: Richard Schmetterer | Bühne: Andreas Pamperl | Kostüme: Ulli Nö | Musik: Sue-Alice Okukubo | Foto, Video: Rainer Berson | Assistenz: Roxana Rahnama | Lichtdesign: Hannes Röbisch (DSCHUNGEL WIEN) | Darsteller: Adil Embaby, Ben Pascal, Flavio de Pina Soares de Carvalho, Future Sibanda, Hisham Morscher, Joaquin Ylo, Richard Schmetterer, Yu Lei


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