Kunstausstellung · Fotografie Ausstellung

Bouchra Khalili


Mit Videoarbeiten, Fotografien und Siebdrucken, die in oft komplexen Installationen zu visuellen Essays verknüpft sind, schreibt die marokkanisch-französische Künstlerin Bouchra Khalili eine Art „alternativer Geschichte“.

Diese stellt der kollektiven eine individuelle Geschichte gegenüber, die von Mitgliedern gesellschaftlicher Minderheiten selbst erzählt wird. Mit diesen Geschichten, die hegemoniale Narrative hinterfragen und oft aus vernachlässigten Perspektiven erzählt werden, stellt Khalili die Verbindungen von kolonialer und postkolonialer Geschichte und die gegenwärtigen Debatten zu globalen Migrationsbewegungen zur Diskussion. Ausgangspunkte für ihre Werke, die Strategien von Widerstand, Gemeinschaft und Solidarität vor dem Hintergrund einer politischen Philosophie (unter)suchen, sind Sprache, mündliche Überlieferung und subjektive Selbstermächtigung ebenso wie Erkundungen geografischer Orte, an denen die oben genannten Themen aktuell von großer Tragweite sind oder sich in der Vergangenheit konzentrierten und bis in die Gegenwart nachwirken.

Bouchra Khalili, geboren 1975 in Casablanca, Marokko, lebt und arbeitet in Berlin.


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