Klassik

Böck ist Bruckner


Wolfgang Böck Sprecher
Elisabeth Wimmer Sopran
Daniel Linton-France Klavier

Bruckners Briefe verraten viel über die Selbstinszenierung des Komponisten und sein Schaffen, aber meist nur wenig über die Person hinter dem Werk. Aufschlussreicher ist in dieser Hinsicht der Blick in seine einzigen wirklich privaten Aufzeichnungen, jene Notizbücher, die er von der Linzer Zeit an bis zu seinem Tode geführt hat und von denen 22 erhalten sind. Die erste von sechs Lesungen mit Musik, die Bruckners kompositorischen Umgang mit der Tradition hörbar macht, und Auszügen aus Bruckners Korrespondenz und Notizen gewährt Einblick in seinen oberösterreichischen Lebensabschnitt sowie sein Selbstbild. Die ausgewählten Texte zeigen einen Bruckner jenseits der Stereotypen, die sonst bei fast jeder Beschäftigung mit dem Komponisten eine beherrschende Rolle spielen: „gutmütig und genial, wunderbar und weltverloren, unbeholfen und rührend, Gegenstand nicht von Begeisterung, sondern von Belustigung, also mit den berühmt gewordenen, […] von Hans von Bülow stammenden Worten: ‚Halbgenie + Halbtrottel‘“.

Der populäre Schauspieler Wolfgang Böck beherrscht als gebürtiger Linzer den in Bruckners Briefen und überlieferten Äußerungen allgegenwärtigen heimischen Zungenschlag, kennt die Wirkungsstätten Bruckners in Oberösterreich aus eigener Anschauung und ist daher geradezu prädestiniert, die „verborgene Persönlichkeit“ des Komponisten sichtbar und lebendig werden zu lassen.


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