Kunstausstellung

Body interference


Die Ausstellung zeigt fünf Werke von Künstlern, die mit der Sprache des Video die Grenzen des Körpers in seiner Beziehung zur Welt erforschen.

body interference, kuratiert von Laura Carlotta Gottlob, ist Teil des internationalen Projekts ”the body series”, das 2013 mit einer Ausstellung im St. John’s College (Oxford/UK) begann. Die Ausstellung zeigt fünf Werke von Künstlern, die mit der Sprache des Video die Grenzen des Körpers in seiner Beziehung zur Welt erforschen. Gemeinsam ist den gezeigten Werken, dass sie das Bild des Körpers als ein Mittel zur Vermittlung verstehen: zwischen Individuum und Macht (Anna Jermolaewa), zwischen Indiviuum und
Individuum (Elisabetta Di Sopra), zwischen Individuum und audiovisueller Wahrnehmung (Hofstetter Kurt und Barbara Doser), zwischen Individuum und Raum (Peter Weibel).

Die technologische Sprache des Video eignet sich besonders zur Darstellung dieser Beziehungen, da sie die Rolle des Körpers als Stätte der säkularen Begegnung zwischen Kunst und Wissenschaft unterstreicht – ein Aufeinandertreffen, das von Laura Safred, kunsthistorische Beraterin der Ausstellung, analysiert wird, und im Rahmen der Wolfgang Pauli Lectures (begleitend zur Ausstellung) von vier Vortragenden weiter entwickelt wird.

Der performative Aspekt und die Nähe zum theatralischen oder filmischen Körper weichen einer Konzentration auf die Bedeutung des Bildes und seiner Bewegung. Darüber hinaus spielen Klänge oder
Geräusche eine entscheidende Rolle in den Werken: sie
unterstreichen die Interferenzen des Körpers. Das akustische
Element, das lange aus der bildenden Kunst ausgeschlossen
war, wird Teil des Kunstwerks. Damit ist ein weiterer Bezug
zur Physik realisiert. Die Ausstellung holt die Werke aus ihrer virtuellen Isoliertheit in einen gemeinsamen Raum: Dort entstehen Interferenzen der Bilder untereinander und mit dem Körper des Besuchers.

Diese Ausstellung wird vom Künstlerhaus in Zusammenarbeit mit dem Wolfgang Pauli Institute organisiert und von der Technischen Universität Wien, Informatics Europe, dem Zentrum für Informatikforschung sowie dem Verein Zwei Kongruent Null unterstützt.


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