Neue Klassik

Black Page Orchestra


Die Formation sieht sich verantwortlich, radikale und kompromisslose Musik unserer Zeit einem breiten, aufgeschlossenen und kunstinteressierten Publikum zu präsentieren. Namensgebend war Frank Zappa’s Komposition the black page, ein Stück dessen Partitur aufgrund seiner hohen Notendichte eine beinahe schwarze Seite ergibt.

„Im Frühjahr 2014 gründet aus ästhetischer Notwendigkeit eine Gruppe junger Komponisten und Musiker in Wien (Mirela Ivičević, Peter Mayer, Alessandro Baticci, Hui Ye, Matthias Kranebitter u.a.) das Ensemble Black Page Orchestra.


Die Formation sieht sich verantwortlich, radikale und kompromisslose Musik unserer Zeit einem breiten, aufgeschlossenen und kunstinteressierten Publikum zu präsentieren. Namensgebend war Frank Zappa’s Komposition the black page, ein Stück dessen Partitur aufgrund seiner hohen Notendichte eine beinahe schwarze Seite ergibt. Neben diesem ästhetischen Ansatz setzt das Ensemble seinen Schwerpunkt auf Werke, die insbesondere Elektronik, Video und diverse aktuelle Technologien künstlerisch miteinbeziehen, wie auch Kompositionen, die durch ihren performativen Charakter weit über eine klassische Konzertsituation hinausweisen“ – soweit die Selbstauskunft des 11-köpfigen Ensembles. Black Page Orchestra steht damit typisch für jene neue, sich ausbreitende Ensemblekultur, der es nicht darauf ankommt, eine möglichst breite Palette zeitgenössischer Werke zu präsentieren. Vielmehr handelt es sich um netzwerkartig arbeitende Musikerkollektive, deren Repertoire aus ästhetischen Wahlverwandtschaften und aus dem engen Zusammenwirken mit wenigen ausgewählten Komponisten entsteht. Die Komponisten des Konzerts bei KLANGSPUREN sind sämtlich zwischen 1979 und 1983 geboren und internationaler Herkunft. Die aufgeführten Stücke sind jüngsten Datums, entstanden zwischen 2012 und 2016. Während der Wiener Matthias Kranebitter und die Kroatin Mirela Ivičević zum Kern des Black Page Orchestra gehören, sind mit Sarah Nemtsov, Alexander Schubert und Johannes Kreidler drei vielbeachtete deutsche Komponisten der „neo-dekonstruktivistischen“ Generation vertreten. Von dem teilweise in Amsterdam lebenden Japaner Hikari Kiyama steht eine mit Spannung erwartete Uraufführung auf dem Programm.

Programm:

Alexander Schubert Hello for flexible group of instruments, live electronics and video
Matthias Kranebitter Konzert für die Unsichtbare Hand (nach Adam Smith)
für Sopransaxophon, E-Gitarre, Klavier und Elektronik
Sarah Nemtsov Journal for amplified ensemble ÖEA
Johannes Kreidler Die „sich sammelnde Erfahrung“ (Benn): der Ton
für Flöte (piccolo), Bassposaune, Schlagzeug, Drumpad Sampler, halbakustische Gitarre, Klavier,
Audio- und Videozuspielung ÖEA
Hikari Kiyama Lehmanesque UA
Mirela Ivičević Case Black for ensemble and electronics


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