Theater

Black Moonshine


Das Grazer Theater im Bahnhof erzählt die Geschichte einer Gemeinde, in der ein Schubhaftzentrum und eine Schnapsbrennerei das Leben der Bewohner verändert.

Vor hundert Jahren war eine Wohnung im obersteirischen Vordernberg teurer als eine an der Wiener Ringstraße. Noch vor siebzig Jahren war die Gemeinde eine der reichsten Österreichs. Heute ist das postindustrielle Vordernberg von Abwanderung betroffen. Aber es gibt Menschen, die sich gegen den prognostizierten Niedergang auflehnen.

In diesem Tal, in dem die Sonne stets nur kurz scheint, steht das schönste Gefängnis, das je gebaut wurde. Das neue Schubhaftzentrum steht als Symbol für den Aufbruch in eine verheißungsvolle Zukunft. Es ist gut für die Gefangenen, die Sicherheitsleute, die Privatwirtschaft und die Steuereinnahmen. Eigentlich ist dieses Gefängnis ja gar kein Gefängnis, sondern bloß ein Übergangsort, an dem Menschen darauf warten, in ein neues Leben entlassen zu werden. Darf Österreich nicht einmal besser sein als die strebsamen skandinavischen Länder, die sonst immer die schönsten Vorzeigeprojekte haben?

Im Lichte dieses Gefängnisses erzählt das Theater im Bahnhof eine Geschichte über Unternehmertum in seiner ursprünglichsten Form. Jemand kommt in die Gemeinde und startet eine illegale Schnapsbrennerei, die 500 Euro Ansiedelungsgeld dienen als Startkapital. Bald floriert das Geschäft, denn der Schnaps schmeckt höllisch gut – nach und nach entstehen Liebe und Bewunderung für den Ort und die persönlichen Geschichten seiner Bewohnerinnen und Bewohner.

Von und mit Jacob Banigan, Ed. Hauswirth, Johanna Hierzegger, Gabriela Hiti, Eva Maria Hofer, Markus Klengel, Helmut Köpping, Rupert M. Lehofer & Christina Helena Romirer

Der letzte Tanz
Sa 17/10, 21.00
Gasthof Schwarzer Adler Vordernberg
Eintritt frei


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