Klassik

Birgit Ramsl, Flöte, Reinhard Zmölnig, Horn Peter Barcaba, Klavier


Sechs Bagatellen für Bläserquintett │ Sextett für Klavier und Bläserquintett

„Es ist vielleicht die ironisch durchtriebenste Musik, die je in klassischer Form geschrieben wurde.“ (Volker Hagedorn über Poulenc)

Unsentimental, geistreich und ironisch, so könnte man die unpathetische Musiksprache von Francis Poulenc knapp umschreiben. Besonders in seiner Bläserkammermusik wird dies deutlich, wenn die markanten Klangfarben der Holzbläser ideal den Esprit und herben Spielwitz seiner Musik transportieren. In seinem Sextett – entstanden zwischen 1932 und 1939 – liefert zudem das Klavier den perfekten Hintergrund für das spezielle Timbre der Bläser. Poulencs Absicht entsprechend, versteht sich das Werk als klassizistische Posse, in der Traditionelles ironische Verfremdung erfährt. György Ligetis ‚Bagatellen‘ aus dem Jahr 1953 knüpfen in mancher Hinsicht an Poulenc an. Nicht nur die klassische Bläserquintett-Besetzung wird übernommen, auch deren unterhaltende Funktion einer ‚Freiluftmusik‘ bestimmt den Charakter des Poulenc-Sextetts sowie der Ligeti-Komposition. In ihrer rhythmischen Motorik, melodischen Führung und ihrem formalen Bau unverkennbar den Vorbildern Béla Bartók und Igor Strawinsky verpflichtet, zählen die ‚Sechs Bagatellen‘ heute unbestritten zu den Klassikern des modernen Kammermusik-Repertoires.

Birgit Ramsl, Flöte
Andreas Gschmeidler, Oboe
Harald Haslinger, Klarinette
Benedikt Dinkhauser, Fagott
Reinhard Zmölnig, Horn
Peter Barcaba, Klavier

Albert Hosp, Moderation


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