Theater

Biedermann und die Brandstifter


Die Brandstifter sind in der Stadt! Die Feuerwehr rückt aus, man hört die Sirenen. Jede Nacht herrscht Angst: Wann schlagen sie das nächste Mal zu?

Biedermann hat natürlich von den Brandanschlägen gehört, auch die Taktik der Täter ist ihm bestens bekannt: Sie tarnen sich als einfache Hausierer, nisten sich auf Dachböden ein und wenn es keiner ahnt, zünden sie die Häuser an.

Nicht umsonst trägt das Stück den Untertitel „Ein Lehrstück ohne Lehre“. Denn Biedermann ist gewarnt und doch lässt er den ehemaligen Ringer Schmitz bei sich auf dem Dachboden übernachten. Schmitz beklagt sich, dass er – ein armer Obdachloser, der eine Bleibe sucht – von niemandem mehr aufgenommen wird, weil ihn alle für einen Brandstifter halten.

Biedermann kommt das gerade gelegen; er will sich und der Welt beweisen, dass er ein guter Mensch ist.

Trotzdem macht sich ein unbehagliches Gefühl in Biedermann breit. Zumal seine „Gäste“ immer mehr werden. Die ganze Nacht hört er Poltern vom Dachboden, am nächsten Tag stehen dort plötzlich Fässer. „Benzin, eindeutig Benzin“, seine Gäste verheimlichen nichts, immer weiter sieht Biedermann weg. Und die Brandstifter reden inzwischen ganz offen über ihr Vorhaben, denn „die beste und sicherste Tarnung ist immer noch die blanke und nackte Wahrheit. Die glaubt niemand.“ Biedermann ist gefangen zwischen Selbstlüge, Gutmenschentum und der wachsenden Gewissheit über die sich anbahnende Katastrophe. Zuletzt kann er nicht anders und reicht seinen neuen Freunden die Streichhölzer. Und wieder hört man die Sirenen, die Feuerwehr rückt aus…

Besetzung

Herr Biedermann Marcus Marotte
Babette, seine Frau Susanne Wende
Anna, ein Dienstmädchen Magdalena Oettl
Schmitz, ein Ringer Frederic Soltow
Eisenring, ein Kellner Magnus Pflüger

Chor Antony Connor, Moritz Grabbe, Ute Hamm

Regie Peter Raffalt
Bühne Vincent Mesnaritsch
Kostüm Elke Gattinger
Licht Marcel Busa
Dramaturgie Christoph Batscheider
Regieassistenz Verena Wallner
Maske Andrea Linse


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