Theater

Bezahlt wird nicht


Die Komödie „Bezahlt wird nicht“ thematisiert soziale Themen, wie Arbeitslosigkeit, Preissteigerungen, geringe Entlohnung und das kollektive Gefühl der Ohnmacht, diesen existenzbedrohenden Entwicklungen schutzlos ausgeliefert zu sein.

„Bezahlt wird nicht“ ist eine komödiantisch überzeichnete Geschichte zweier Arbeiterfamilien, die sich - angesichts rasant steigender Lebenshaltungskosten von Existenzsorgen geplagt - ideenreich und lustvoll durch ihr finanziell recht bescheidenes Leben schlagen und dabei einen gewagten Eiertanz am Rande der Legalität aufführen.

Als es zu Plünderungen in Supermärkten kommt, schließen sich die meisten Frauen spontan der „Selbstbedienung“ an. Erwartungsgemäß folgen Razzien der Polizei in allen Wohnungen des Viertels. Die Frauen müssen ihre Beute daher nicht nur vor ihren ahnungslosen Männern, sondern auch vor der Polizei verstecken. Die Verwirrung spitzt sich zu, als auch die Männer Lebensmittel unbezahlt an der Polizei vorbei nach Hause schmuggeln.
Die Komödie „Bezahlt wird nicht“ thematisiert soziale Themen, wie Arbeitslosigkeit, Preissteigerungen, geringe Entlohnung und das kollektive Gefühl der Ohnmacht, diesen existenzbedrohenden Entwicklungen schutzlos ausgeliefert zu sein. Themen, die seit der Veröffentlichung des Stückes in den frühen 70er Jahren bedauerlicherweise nichts an Aktualität verloren haben. Dario Fo stellt die Frage, wie man sich als Einzelner in der Gesellschaft verhalten soll: Anpassung oder Widerstand, resignieren oder aufbegehren, sich den Zwängen fügen oder selbst Stellung beziehen und Verantwortung übernehmen. Will man Wut- oder Mutbürger sein! Ein Frontalangriff auf Ihre Lachmuskeln.


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