Literatur

Besatzungskinder: Buchpräsentation und Diskussion


Anlässlich der Ausstellung Geteilte Stadt. Linz 1945–55 präsentiert Barbara Stelzl-Marx ihr Buch über die sogenannten Besatzungskinder, die als Nachkommen alliierter Soldaten nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Österreich und Deutschland zur Welt kamen.
Im Anschluss führt Kuratorin Klaudia Kreslehner ein Gespräch mit der Autorin und dem Zeitzeugen Helmut Köglberger, einem Besatzungskind.
Ein geführter Rundgang durch die Ausstellung Geteilte Stadt. Linz 1945–55 rundet die Veranstaltung ab.

Barbara Stelzl-Marx ist stellvertretende Leiterin des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgen-Forschung und veröffentlichte 2015 im Böhlau Verlag zusammen mit Silke Satjukow das Buch Besatzungskinder. Die Nachkommen alliierter Soldaten in Österreich und Deutschland.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen in Österreich und Deutschland hunderttausende Besatzungskinder auf die Welt: als Folge von Liebesbeziehungen, kurzen Affären, »Überlebensprostitution«, aber auch nach Vergewaltigungen. Sie galten als »Kinder des Feindes«, obwohl ihre Väter offiziell nicht mehr als Feinde galten. Häufig waren sie – gemeinsam mit ihren Müttern – Diskriminierung und Stigmatisierung ausgesetzt.
Das Buch gibt erstmals einen Überblick über die Situation dieser besonderen Gruppe der Kriegskinder, über ihre Sozialisations- und Lebensbedingungen sowie über die lebenslange Suche nach dem Vater.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt.
Eintritt frei, Anmeldung erbeten: T 0732 7070 (Teleservice Center der Stadt Linz)


Vergangene Termine