Literatur

Bernhard Gitschtaler: Geerbtes Schweigen - Die Folgen der NS-Euthanasie


Der Autor unterstützte österreichische Familien bei der Suche nach ermordeten Vorfahren und begleitete den innerfamiliären, zumeist konfliktreichen Auseinandersetzungsprozess von bis zu drei Generationen. Er schreibt nicht nur über die Opfer und deren Nachfahren, sie selbst sind es, die zu Wort kommen. Für sie fragt Bernhard Gitschtaler nach möglichen Perspektiven und sinnvollen Unterstützungen.

Erforschung und Aufarbeitung der NS-"Euthanasie" und deren individuelle und gesellschaftliche Folgen sind trotz einiger verdienter und grundlegender Arbeiten noch lange nicht abgeschlossen. Bis heute ist es nur mit Einschränkungen möglich, die Namen der Ermordeten öffentlich zugänglich zu machen. In seiner Arbeit begibt sich Bernhard Gitschtaler auf die Suche nach den Ursachen und Folgen des Verschweigens und Verdrängens.

Nicht selten ist der Grund die direkte oder indirekte Verstrickung einzelner oder mehrerer Familienmitglieder in den Mordprozess vermeintlich beeinträchtigter Verwandter. Aber auch die gesellschaftliche Stigmatisierung dieser Opfergruppe während und nach der NS-Herrschaft wirkt einer Auf- und Verarbeitung entgegen.

Der Autor unterstützte österreichische Familien bei der Suche nach ermordeten Vorfahren und begleitete den innerfamiliären, zumeist konfliktreichen Auseinandersetzungsprozess von bis zu drei Generationen. Er schreibt nicht nur über die Opfer und deren Nachfahren, sie selbst sind es, die zu Wort kommen. Für sie fragt Bernhard Gitschtaler nach möglichen Perspektiven und sinnvollen Unterstützungen.


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