Pop / Rock

Bernd Begemann


Bernd Begemann, Mit-Erfinder der Hamburger Schule, stilbewusstester Musik-Connaisseur der Hansestadt, unterschätzter Gitarrist und unerreichter Bühnen-Entertainer, ist zurückgekehrt. Um das einzufordern, was ihm rechtmäßig zusteht. „Eine kurze Liste mit Forderungen“ (erschienen im Dezember 2015) zelebriert Pop als Ereignis. Ohne Metronom, weil es nur im Weg gestanden hätte.

Ohne Autotune, weil es nicht nötig war. Musikalisch liegt alles in der schunkelnden Waagschale, was „der elektrische Liedermacher“ Begemann sich schon seit jeher schulterzuckend traut: der holpernde Hip-Hop Beat, der schwitzende Rock’n’Roll, die samtene Liebeserklärung, der lupenreine Popsong, der Flirt mit dem Schlager. Niemand sonst käme mit diesem Balanceakt durch, ohne auf der Seite, wo es peinlich wird, vom Schwebebalken zu kippen. Doch Bernd Begemann begreift die Poesie seiner Songs als Essenz; er nutzt sein reflektiertes Verständnis für diesen einen Satz, der Dich erstarren lässt: Die eine Wahrheit, die Dich nachts wach hält. So fängt er Dinge aus der Luft, mit denen das tägliche Leben in einen größeren Kontext gestellt wird. „Berühmt sein ist nicht cool. Der Beste zu sein ist cool.“, sagte Bernd einmal. Beweisführung beendet.


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